KPN
E-Plus beflügelt Gewinn des Mutterkonzerns

Die E-Plus-Mutter KPN hat ihren operativen Gewinn im dritten Quartal gesteigert. Die Analystenerwartungen hat der Konzern klar übertroffen. Viel Freude macht ihm die Tochter E-Plus, Deutschlands drittgrößter Mobilfunkanbieter.

HB DÜSSELDORF/AMSTERDAM. E-Plus bleibt auf Wachstumskurs. Trotz allgemein sinkender Preise für das Telefonieren mit dem Handy stiegen Umsatz und Gewinn bei E-Plus auch im dritten Quartal deutlich, wie die deutsche Tochter des niederländischen Telekommunikationskonzerns KPN am Mittwoch mitteilte. Dazu hätten das anhaltende Kundenwachstum und gesunkene Kosten beigetragen.

Im abgelaufenen Quartal gewann E-Plus 864 000 Kunden - so viele wie seit Ende 2000 nicht mehr. Insgesamt zählt E-Plus nun gut 17 Mio. Nutzer. 61 Prozent davon entfallen auf Eigenmarken wie den Pauschaltarif Base und die Billigmarke Simyo oder Kooperationsangebote etwa mit dem Discounter Aldi. E-Plus hatte mit dieser Strategie bereits im vergangenen Jahr fallende Preise ausgleichen und gegen den Branchentrend zugelegt. E-Plus hatte den Preiskampf selbst angeheizt. Die Erlöse mit Sprach- und Datendiensten stiegen im dritten Quartal um 6,4 Prozent auf 782 Mio. Euro.

E-Plus bietet viele Tarife ohne verbilligte Handys an und versucht Neukunden vermehrt über eigene Läden zu gewinnen. Um Kosten zu sparen, lagerte das Unternehmen den Netzaufbau und-betrieb aus. Dies schlug sich in den Zahlen nieder. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) stieg um 16,3 Prozent auf 336 Mio. Euro. Die operative Umsatzrendite liegt mittlerweile bei 40 Prozent. "In den vergangenen drei Jahren ist kein Anbieter im Mobilfunk profitabler gewachsen als wir", erklärte E-Plus-Chef Thorsten Dirks.

Das Ergebnis der Mutter KPN vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) habe 1,279 Mrd. Euro betragen und der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) 701 Mio. Euro, teilte der niederländische Kommunikationskonzern am Mittwoch mit. Damit lag das Unternehmen über den Erwartungen von Analysten, die beim Ebitda mit 1,258 Mrd. Euro und beim Ebit mit 674 Mio. Euro gerechnet hatten. Der Umsatz betrug 3,652 Mrd. Euro.

KPN kündigte an, für 2009 ein neues Aktienrückkaufprogramm über eine Milliarde Euro aufzulegen. Noch seien keine Auswirkungen der Konjunkturabschwächung zu spüren, hieß es zudem. Der Konzern habe aber Maßnahmen ergriffen, um den Cash Flow zu schützen.

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