Kräftiger Gewinnanstieg
Texas Instruments kommt bei Chip-Produktion nicht nach

Die Texas Instruments hat im Schlussquartal und im Gesamtjahr 2005 dank der starken Chipnachfrage seinen Gewinn kräftig erhöht. Beim Umsatz hat der weltgrößte Anbieter von Handy-Chips allerdings enttäuscht.

HB NEW YORK. Der US-Halbleiterkonzern hat im vierten Quartal bei der Chip-Produktion nicht mit der Nachfrage mitgehalten. Der Kurs der TI-Aktie gab nachbörslich nach. Der weltgrößte Hersteller von Handy-Chips will nun bis zum Ende des ersten Quartals eine Verbesserung erreichen. Beim Gewinn lag TI am oberen Ende der eigenen Prognose.

TI gab einen Umsatzanstieg von 14 Prozent auf 3,59 Mrd. Dollar bekannt. Damit blieb das im texanischen Dallas ansässige Unternehmen am unteren Ende seiner eigenen Prognose: Es hatte 3,56 bis 3,71 Mrd. Dollar vorhergesagt. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit 3,63 Mrd. Dollar gerechnet. Der Umsatz sei gebremst worden, weil TI die Nachfrage der Kunden nicht habe decken können, sagte Finanzchef Kevin March am Montag nach US-Börsenschluss. Bei den Auslieferungen und dem Aufbau von Chip-Prüfanlagen sei das Tempo niedrig gewesen. „Unsere Lagerbestände sind unter dem Niveau, auf dem sie sein sollten.“ TI hoffe, dies bis zum Ende des laufenden Quartals zu verbessern.

Analyst Charlie Glavin von Needham sagte, die Probleme in der Produktion seien zwar bekannt gewesen. Dass sich dies aber derart im Umsatz niederschlage, komme überraschend. Die Aktien von TI büßten nachbörslich auf 31,08 Dollar ein. Den regulären Handel an der Wall Street hatten sie mit 31,70 Dollar beendet.

Seinen Gewinn steigerte TI um fast 34 Prozent auf 655 Mill. Dollar oder 40 Cent je Aktie. Damit landete das Unternehmen am oberen Ende der eigenen Vorhersage. Analysten hatten im Schnitt 42 Cent pro Aktie erwartet. Für das erste Quartal stellte der Chip-Hersteller einen Gewinn zwischen 3,11 und 3,38 Mrd. Dollar aus dem laufenden Geschäft in Aussicht. Abzüglich eines Gewinns von drei Cent je Aktie der zum Verkauf stehenden Sensoren-Sparte und einschließlich der Aufwendungen von vier Cent pro Anteilsschein für Aktienoptionen läge dies im Rahmen der durchschnittlichen Analystenschätzung von 38 Cent pro Aktie.

Beim Umsatz ging das Unternehmen für das erste Quartal von 3,11 bis 3,38 Mrd. Dollar aus dem laufenden Geschäft aus. Das Halbleitergeschäft, das im vierten Quartal 90 Prozent des Umsatzes ausmachte, werde zwischen 3,05 und 3,3 Mrd. Dollar umsetzen.

Im laufenden Jahr plant TI Investitionen von 2,2 Mrd. Dollar in Forschung und Entwicklung. Zudem soll Kapital in Höhe von 1,3 Mrd. Dollar investiert werden. Wie das Unternehmen außerdem mitteilte, hat das Board einem zusätzlichen Aktienrückkaufprogramm für fünf Mrd. Dollar zugestimmt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%