Kreativ-Software
Adobe prüft weitere Zukäufe

Der amerikanische Softwarekonzern Adobe Systems will sein Geschäft mit Kreativ-Kunden weiter ausbauen. Dabei denkt das Unternehmen nach der Übernahme von Macromedia auch über weitere Zukäufe nach.

FRANKFURT. „Wir wollen expandieren, aus interner Kraft, über Partnerschaften, aber auch Akquisitionen sind möglich. Wir schauen uns die Optionen an“, sagte John Loiacono, bei Adobe verantwortlich für den Bereich Creative Solutions, dem Handelsblatt.

Adobe hatte Macromedia im vergangenen Jahr für 3,4 Mrd. Dollar gekauft. Damit drängt das Unternehmen stärker in den Markt für KreativSoftware, also Programme für Profis, die damit Internetseiten gestalten. „Wir werden in diesen Märkten sehr aggressiv auftreten“, kündigte Loiacono an.

Im Frühjahr 2007 werde beispielsweise die neue „Creative Suite 3“ fertig gestellt, die die Produkte von Adobe und Macromedia eng verzahnt. Ganz aktuell hat Adobe zudem den so genannten „Acrobat Connect“ auf den Markt gebracht. Er erleichtert das gemeinsame Arbeiten an einem Projekt. Dazu wurde „Macromedia Breeze“, ein Werkzeug für Internet-Konferenzen, in das Adobe-Produkt eingebaut. „Die größten Schritte bei der Integration von Macromedia sind abgeschlossen. Jetzt kommen noch kleinere Änderungen und Kurskorrekturen“, sagte Loiacono.

Adobe kann neue Produkte gut gebrauchen. Zu Beginn des Jahres stand die Firma, die vor allem durch ihr PDF-Format zum Dokumentenaustausch sowie das Bildbearbeitungsprogramm Photoshop bekannt ist, unter Druck. Analysten monierten fehlende neue Produkte. Gleichzeitig wächst aber der Wettbewerb für den PDF-Acrobat-Reader. So soll das neue Betriebssystem Vista von Microsoft ein ähnliches universelles Textformat zum Austausch von Dokumenten enthalten. Damit wird Adobe direkt in seinem Kerngeschäft angegriffen.

Als Folge all dieser Negativnachrichten war die Adobe-Aktie deutlich gefallen. Seitdem allerdings klar ist, dass die neue Software zeitig kommen wird, geht es mit dem Papier wieder aufwärts. Seit Juli stieg der Kurs von knapp 26 Dollar auf derzeit gut 37 Dollar. Analysten etwa von Goldman Sachs oder Piper Jaffray beurteilen die Aussichten für Adobe wieder wesentlich positiver.

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