Kriegserklärung an Google
Windows für Smartphones künftig kostenlos

Smartphone-Käufer können sich freuen: Die Preise werden weiter fallen. Microsoft verschärft den Wettbewerb im Billigsegment und legt sich mit Google an. Neue Nokias mit Vollausstattung gibt es bald schon für 160 Euro.
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San FranciscoMicrosofts Windows-Betriebssysteme stehen Herstellern für Geräte mit einer Bildschirmdiagonale von maximal neun Zoll in Zukunft kostenlos zur Verfügung. Damit wird Windows für alle Smartphones, die sogenannten „Phablets“ – eine Mischung aus Phone und Tablet - und die Masse der Tablets als direkte Konkurrenz zum kostenlosen Betriebssystem Android von Google auftreten.

Android ist das mit Abstand beliebteste Betriebssystem für mobile Internetgeräte. Im vierten Quartal 2013 war laut IDC auf über 78 Prozent aller weltweit ausgelieferten Smartphones Android installiert.

Google zermalmt geradezu die Konkurrenz einschließlich Apple, die mit iOS noch knapp 17 Prozent behaupten können. Darauf folgt Microsoft mir anämischen drei Prozent. Das will der neue Microsoft-CEO Satya Nadella mit Macht ändern. Dafür schreckt er auch nicht vor dem letzten Tabubruch zurück: Preisdumping bei Windows. Genaue Zahlen sind nicht bekannt, aber die Windows-Gebühr pro Smartphone liegt je nach Hersteller und Volumen zwischen fünf und 20 Dollar, schätzen Marktbeobachter.

Das fällt nun weg. Zuvor hatte Nadella bereits eine iPad-App für Microsofts Bürosoftware Office vorgestellt. Auch hier wird mir alten Traditionen gebrochen. Bisher galt das unausgesprochene Gesetz: Nur zusammen ist gut. Office muss auf Windows laufen und beides kostet Geld.

Doch Nadella, der seit zwei Monaten im Amt ist, hat die Devise ausgegeben „Mobile first, Cloud first“. Alles zuerst für mobile Computer und für Internetservices. Das Softwarepaket auf Silberscheibe in der Pappschachtel wird zum Auslaufmodell.

Stattdessen wird Windows schrittweise kostenlos abgegeben. Die Begrenzung auf Geräte mit Bildschirm unter 9-Zoll sorgt dafür, dass es zu keinem signifikanten Umsatzeinbruch bei der Sparte kommt, die die Masse des Geschäfts mit PCs bestreitet. Die Consumer-Sparte, in der auch die Umsätze mit Windows verbucht werden, setzte im vierten Quartal 2014 rund zwölf Milliarden Dollar um.

Zugleich baut Nadella für die Zukunft vor: Windows wird auf einmal attraktiv für das kommende Internet der Dinge. Das sind zum Beispiel Internet in Kühlschränken oder Haushaltsgeräten und sogenannten „Wearables“, tragbare Kleinstcomputer wie zum Beispiel Armbänder.

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  • Windows für Tablets wäre ein Rückschritt.
    Denn Windows kann gegen Android auf dem Iablet-Markt nicht konkurrieren.
    Völlig nutzlos aufgebläht und speicherfressend, diese Software.

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