Krisengewinner
Trotz Werbekrise: Google kann Gewinn steigern

Krisengewinner: Der Internetriese Google überrascht mit guten Zahlen. Gewinn und Umsatz wachsen abgelaufenen Geschäftsquartal deutlich und übertreffen die Erwartungen der Analysten deutlich. Die Aktie legte nachbörslich deutlich zu und lag erstmals seit Oktober 2008 über 400 Dollar.

gie/HB MOUNTAIN VIEW/SAN FRANCISCO. Der erfolgsverwöhnte Internet-Konzern Google hat der Wirtschaftskrise zum Jahresauftakt weiter getrotzt und seinen Gewinn kräftig gesteigert. Der Überschuss kletterte im ersten Quartal um neun Prozent auf 1,42 Mrd. Dollar (1,08 Mrd Euro). Der Umsatz wuchs zum Vorjahr um sechs Prozent auf 5,51 Mrd. Dollar, wie Google am Donnerstag nach US-Börsenschluss im kalifornischen Mountain View mitteilte.

Damit erhöhte sich das Ergebnis je Aktie auf 4,49 Dollar von 4,12 Dollar. Ohne Sonderposten verdiente Google 5,16 Dollar je Anteilsschein und schlug damit die Prognosen der Analysten mit 4,93 Dollar.

„Google hatte ein gutes Quartal angesichts der Schwere der Rezession“, sagte Konzernchef Eric Schmidt. Die Aktie legte in einer ersten Reaktion nachbörslich um rund fünf Prozent zu und lag damit erstmals seit Oktober 2008 über der Marke von 400 Dollar.

Außerdem konnte Google seine Führung bei Suchanfragen in den USA ausbauen: Der Marktanteil von Google habe im März 63,7 Prozent bei 14,3 Mrd. Suchanfragen in den USA betragen, berichtete das Marktforschungsunternehmen Comscore bereits am Mittwoch. Der Rivale Yahoo musste dagegen leicht Federn lassen und erreichte 20,5 Prozent gegenüber 20,6 Prozent im Februar. Microsoft kam auf einen 0,1 Prozent höheren Anteil von 8,3 Prozent.

Yahoo und Google wollten 2008 eine Werbe-Allianz eingehen, die aber am Widerstand der Kartellbehörden scheiterte. Der ehemalige Yahoo-Chef Jerry Yang hatte zudem ein Übernahmeangebot von Microsoft über knapp 50 Mrd. Dollar abgelehnt. Yahoo will Kreisen zufolge erneut hunderte Mitarbeiter entlassen. Das Vorhaben könnte bereits am kommenden Dienstag bei der Vorlage der Quartalszahlen bekanntgegeben werden, sagte eine mit der Sache vertraute Person.

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