Kritik an Agenturen
Bertelsmann stellt neues Modell zur Bonitätsmessung vor

Die Bertelsmann Stiftung will den drei großen Ratingagenturen mit einem nicht-kommerziellen Messmodell Konkurrenz machen. Nun hat sie erste alternative Messergebnisse vorgestellt. Revolutionär anders wirken sie nicht.
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BerlinDie Bertelsmann Stiftung treibt ihre Pläne für eine internationale Ratingagentur als Gegengewicht zu den drei großen Platzhirschen voran. Am Dienstag stellte die Stiftung in Berlin ein neues Ratingmodell vor. In einem Testlauf bewerteten Experten die Kreditwürdigkeit von fünf Staaten. Deutschland schneidet dabei am besten ab. Die geplante, nicht gewinnorientiert arbeitende Ratingagentur INCRA (International Non-Profit Credit Rating Agency) soll eine Alternative zu Moody's, Fitch und Standard & Poor's aufzeigen. Ihnen wird ein zu großer Einfluss auf die Finanzmärkte in der Euro-Schuldenkrise vorgehalten.

„Für Deutschland hat unsere Analyse gezeigt, dass es nach wie vor in Europa an der Spitze liegt, aber dass es sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen darf“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Aart de Geus. „Als eines der drängendsten Reformprojekte gilt es dabei, den demografischen Wandel aktiv zu gestalten. Dazu gehört es auch für Talente weltweit attraktiver zu werden.“ Als Risiken werden die Haftung für die Euro-Krisenstaaten und die hohe Staatsverschuldung angeführt.

Die Benotung der Kreditwürdigkeit der Bundesrepublik fällt in der Studie am Ende ähnlich aus wie auch bei den großen Drei. Der Wert 8,1 - auf einer Skala von 1 bis 10 - entspricht formuliert in den Buchstabencodes der Ratingriesen der Topbonität „AAA“ mit einem negativen Ausblick. So bewertet auch Moody's derzeit Deutschland, bei Standard & Poor's und Fitch ist auch der Ausblick stabil.

Neben Deutschland wurden Italien, Brasilien, Japan und Frankreich bewertet. Frankreich, die zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone, die bereits im Januar bei Standard & Poor's und in der Nacht zum Dienstag bei Moody's ihre Topbonität verloren hat, bekommt auch in der Studie der Bertelsmann Stiftung nur die zweitbeste Bonitätsbewertung. Die Probleme Frankreichs sehen die Experten unter anderem in wachsenden Schulden und einem schwachen Wirtschaftswachstum.

Für ihre Länderanalyse haben die Experten ein Modell mit verschiedenen Indikatoren erarbeitet. Berücksichtigt werden dabei klassische makroökonomische Faktoren wie Bruttoinlandsprodukt und Schuldenstand. Aber auch vorausschauende Indikatoren wie das Krisenmanagement, Umsetzung von Reformen und Investitionen spielten eine wichtige Rolle, sagte die zuständige Managerin bei der Bertelsmann Stiftung, Annette Heuser.

Von ihrem Vorschlag will die Bertelsmann Stiftung die G20-Gruppe der Industrie- und Schwellenländer überzeugen. Die INCRA soll von einem Fonds im Volumen von 400 Millionen Dollar finanziert werden, aus dessen Ausschüttungen die laufenden Kosten getragen werden. Beteiligen sollen sich Regierungen, Unternehmen, Stiftungen und Privatleute. INCRA soll sich ausschließlich auf Länderratings und Benotungen internationaler Organisationen beschränken. Diese sollen kostenlos sein.

 
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • das steuermilliarden schwere stiftungsprivileg der Mohnschen bertelsmänner,sollte schleunigst vom gesetzgeber kassiert werden,bevor diese bevormundende,hinterhältige pharisäerhafte neoliberale klugscheißer und bürgerrechte beschrankende meinungskrake ihr armengift weiter vertreibt

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