Kritiker des Managements soll drei Sitze im Verwaltungsrat bekommen
Yahoo einigt sich mit Großaktionär Icahn

Das Internetunternehmen Yahoo hat sich in letzter Sekunde mit seinem Großaktionär Carl Icahn über die Besetzung des Verwaltungsrates geeinigt. Was Yahoo dem US-Milliardär zugesteht, der das Übernahmeangebot von Microsoft unterstützt.

HB SUNNYVALE. Icahn soll gemeinsam mit zwei von ihm zu benennenden Vertretern in das Gremium einziehen, wie beide Seiten am Montag mitteilten. Der Verwaltungsrat wird zudem auf elf Sitze erweitert. Damit verhindert Yahoo eine Auseinandersetzung über die Kontrolle bei dem Unternehmen auf der Hauptversammlung am 1. August, denn der kritische Großaktionär zieht seine eigene Liste mit Gegenkandidaten zur Abwahl des kompletten Gremiums zurück.

Icahn erklärte, ein Verkauf des Internetunternehmens sollte weiter erwogen werden. Yahoo hatte Mitte Juli ein erneuertes Kaufangebot des Softwarekonzerns abgelehnt. Microsoft hatte angeboten, gemeinsam mit Icahn das Suchmaschinengeschäft von Yahoo zu übernehmen. Der Rest des Unternehmens sollte einem Verwaltungsrat unter der Führung Icahns übergeben werden.

Yahoo erklärte damals, das Unternehmen habe erfolglos seine Bereitschaft bekräftigt, einem vollständigen Verkauf an Microsoft für 47,5 Mrd. Dollar oder 33 Dollar pro Aktie zuzustimmen. Dies entspricht dem Preis, den Microsoft Anfang Mai angeboten hatte. Yahoo-Vorstandschef und Mitbegründer Jerry Yang hatte das Angebot damals abgelehnt und damit seine Aktionäre erheblich verärgert.

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