Krönung des Lebenswerks
Dow-Jones-Führungsspitze stimmt Murdoch-Plänen zu

Rupert Murdoch hat eine weitere wichtige Hürde zur Übernahme des "Wall Street Journal" genommen. Die Führungsspitze des Mutterkonzerns Dow Jones sagte, sie werde dem Verkauf an Murdochs News Corp. zustimmen.

HB NEW YORK. Das Gremium sei dazu bereit, die Annahme von Murdochs fünf Milliarden Dollar (3,63 Milliarden Euro) schwerem Kaufangebot zu empfehlen, hieß es in einer Erklärung des Unternehmens. Allerdings steht Murdoch die schwerste Hürde noch bevor. Nach wie vor fehlt die Zustimmung der Eigentümerfamilie Bancroft, die einem Verkauf bislang gespalten gegenübersteht. Teile der Familie befürchten, dass im Falle eines Verkaufs das "Wall Street Journal" seine journalistische Unabhängigkeit verlieren könnte. So trat Christopher Bancroft, einer der Dow-Jones-Direktoren, kürzlich an Großaktionäre mit der Aufforderung heran, genug Aktien aufzukaufen, um damit einen Verkauf des Unternehmens blockieren zu können. Das Geschäft soll der Familie wahrscheinlich am Montag nächster Woche präsentiert werden.

Zu dem Verlag gehören auch der Wirtschaftsdienst Dow Jones Newswires. Eine Übernahme von Dow Jones dürfte für den 76-jährigen Murdoch, der als einer der mächtigsten Medienunternehmer der Welt gilt, die Krönung seines Lebenswerks bedeuten. Murdoch hat für den Fall einer Übernahme Investitionen in das "Wall Street Journal" und die Beibehaltung der journalistischen Unabhängigkeit angekündigt. Schon kurz nach der Offerte wurde klar, dass die Bancroft-Familie nicht geschlossen dem Werben Murdochs gegenübersteht. Die Familie kontrolliert 64 Prozent der Stimmrechte, 52 Prozent lehnten das Übernahmeangebot ab.

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