Kürzungsprogramme
Siemens-Betriebsrat befürchtet Stellenabbau

Der Betriebsrat von Siemens stellt den Konzernmitarbeitern harte Einschnitte in Aussicht. Einem Interview zufolge wird ein Abbau von bis zu 10 000 Stellen befürchtet. Dies soll allerdings nicht in Form eines Kahlschlags erfolgen, sondern sich aus der Summe kleinerer Maßnahmen ergeben.
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HB FRANKFURT. Der Siemens-Betriebsrat befürchtet eine Stutzung der Belegschaft um bis zu 10 000 weitere Arbeitsplätze. Das Management plane zwar kein konzernweites Kürzungsprogramm, aber zahlreiche kleinere Maßnahmen, sagte die stellvertretende Gesamtbetriebsratsvorsitzende Birgit Steinborn der Tageszeitung „Die Welt“. „Die Schätzung von Analysten, dass Siemens insgesamt noch einmal weltweit 10 000 Stellen abbauen wird, könnte sich als gar nicht so abwegig herausstellen“, sagte Steinborn laut Vorabbericht vom Mittwoch.

Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Lothar Adler geht davon aus, dass Siemens auch im kommenden Jahr die Wirtschaftskrise noch deutlich zu spüren bekommt. Dann werde sich die Auftragsflaute in Umsatzeinbrüchen niederschlagen. Die beiden Arbeitnehmervertreter fordern vor diesem Hintergrund von der Politik eine Verlängerung der Kurzarbeit und wollen neue Arbeitszeitmodelle bei Siemens anregen.

Siemens-Finanzchef Joe Kaeser hat einen Arbeitsplatzabbau im Industriesegment bereits als unausweichlich bezeichnet, ohne allerdings Zahlen zu nennen. Außerdem trennt sich der Konzern von kleineren Geschäftsfeldern.

Gewerkschafter und Analysten gehen davon aus, dass zahlreiche Firmen die Bundestagswahl abgewartet haben, um mit ihren Plänen zu Personalkürzungen an die Öffentlichkeit zu gehen.

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