Kunden profitieren von Preisverfall
Panasonic und Sharp sind die Flachbild-Könige

Flachbildfernseher werden immer billiger. Verzweifelt stemmen sich die asiatischen Hersteller gegen den rapiden Preisverfall. Doch es nützt nichts. Im Gegenteil: Der Wettbewerb wird immer härter und hat viele Verlierer. Gewinner sind die Kunden, die sich auf satte Abschläge freuen dürfen.

TOKIO. „Die Konkurrenz nimmt zu, während die bestehende Segmentierung des Marktes verschwimmt“, sagt Yasuo Nakane von der Deutschen Bank Tokio. Der Analyst rechnet damit, dass die Produktion auch im laufenden Jahr den Bedarf übersteigt, so dass die Preise nochmals kräftig sinken. Größere Bildschirme mit einer Bilddiagonale über 40 Zoll können nochmals bis zu ein Drittel billiger werden, kleinere Geräte zwischen einem Fünftel und einem Viertel, sagt Nakane. Auch andere Analysten sowie die Hersteller erwarten einen Rückgang von mindestens 20 Prozent.

Die abgelaufene Bilanzsaison hat Gewinner und Verlierer offenbart: Panasonic und Sharp konnten durch effiziente Produktion den TV-Gewinn um knapp ein Drittel hochtreiben. Sony war zumindest in den USA und in Europa von der Gewinnsteigerung her die Nummer eins – die Marke ist dort bekannter. Verlierer waren die kleineren Hersteller Pioneer, Hitachi und JVC, die wegen des Preiskampfs teils in die roten Zahlen gerieten. Die großen Hersteller haben Analysten zufolge die gesamte Produktionskette in einer Hand und können daher die Preise drücken – vor allem durch große Stückzahlen. Und sie investieren weiter: Branchengerüchten zufolge plant Sharp für 2009 die Eröffnung einer weiteren Fabrik für Flüssigkristall-Grundplatten. Auch Panasonic-Mutter Matsushita plant für 2009 eine neue Produktionsstraße, die noch mehr Fernseher in einem Herstellungsschritt ermöglicht. Die koreanischen Konkurrenten Samsung und LG wollen ebenfalls wieder mehr Geld investieren.

Am Aktienmarkt gewinnen derweil vor allem die Papiere der Hersteller von Flüssigkristall-Fernsehern, allen voran Sony und Sharp. Der Plasma-Spezialist Matsushita musste sich trotz guter Zahlen mit einem nur geringen Kursanstieg begnügen. Fernseher mit Flüssigkristall-Anzeigen (LCD) haben sich bisher mit Größen über 40 Zoll schwer getan – dafür war bisher Plasma zuständig. Das ändert sich: In letzter Zeit konnten die LCD-Geräte in die größere Kategorie vorstoßen. Plasma-Fernseher kämpften daher Rückzugsgefechte im Segment oberhalb von 50 Zoll, sagt Nakane. Der Analyst erwartet für 2007 einen Anstieg des weltweiten LCD-Absatzes um 63 Prozent auf 74 Mill. Stück. Dagegen sollen nur knapp 13 Mill. Plasma-Fernseher weggehen, was allerdings immer noch einen Anstieg um 34 Prozent bedeutet.

Wer das Wettrennen um die Profitabilität bei sinkenden Marktpreisen gewinnt, hängt laut Nakane von drei Faktoren ab: Preis, Qualität und Marke. Die Kunden schätzten besonders die TV-Marken von Sony und Samsung. In der zweiten Reihe stehen Panasonic und Philips

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