Kundenanschlüsse: Telekom will knapp 25 Prozent mehr Geld

Kundenanschlüsse
Telekom will knapp 25 Prozent mehr Geld

Die Deutsche Telekom hat einen Antrag bei der Bundesnetzagentur eingereicht, um höhere Preise für die Vermietung von Kundenanschlüssen verlangen zu können. Die Preiserhöhung begründet die Telekom mit dem Netzausbau.
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BonnDie Deutsche Telekom will von ihren Wettbewerbern deutlich höhere Mieten für Kundenanschlüsse verlangen. Der Konzern habe bei der Bundesnetzagentur eine Erhöhung der Entgelte für die sogenannte letzte Meile um knapp ein Viertel von derzeit 10,08 Euro auf 12,37 Euro monatlich beantragt, teilte die Telekom am Dienstag in Bonn mit.

Die Telekom begründete den Antrag mit Investitionen in schnelle Internetleitungen: „Wer Breitbandnetze massiv ausbaut, braucht Sicherheit darüber, dass die Infrastruktur nicht weiter entwertet wird“, erklärte Telekom-Deutschlandchef Niek Jan von Damme.

Das derzeitige Entgelt läuft am 30. Juni aus. Die Bundesnetzagentur hatte es im Juni 2011 genehmigt. Wie die Telekom mitteilte, soll der neue Entgeltsatz nun erstmals für drei Jahre gelten. Zudem beantrage die Telekom die Möglichkeit einer Verlängerung der Geltungsdauer des neuen Entgeltsatzes für weitere drei Jahre bis zum 31. Dezember 2019.

Die Telekom hatte bereits in der Vergangenheit versucht, höhere Entgelte für die letzte Meile durchzusetzen, war damit aber am Widerstand der Bundesnetzagentur gescheitert. Derzeit hat die Telekom rund 9,5 Millionen Kundenanschlüsse an andere Anbieter vermietet.

Kommentare zu " Kundenanschlüsse: Telekom will knapp 25 Prozent mehr Geld"

Alle Kommentare
  • Klar, für den Netzausbau. Jedem der es glaubt. Fakt ist doch schon jetzt, dass die Telecom die bereits ausgebauten VDSL-Netze größtenteils für ihre eigenen Kunden verwendet. Fremdanbieter kommen da nur ran, wenn es eventuell Überkapazitäten gibt.

    Ich stimme Fredi völlig zu: Strom, Bahn, Gas und Wasser gehören vollkommen in staatliche Hand. Aber die EU arbeitet ja bereits daran die Wasserversorgung in private Hände zu legen, vermutlich natürlich wieder ohne die dazu gehörigen Netze.

  • Es ist wie bei Strom, Bahn und Gas. Probleme ergeben sich bei einem privaten Netz.
    Telekom und Vodafon bauen die Funknetze in den Gebieten aus, in denen die Kunden keine Alternativen haben. dann können extrem hohe gebühren kassiert werden (40-80€ pro Monat). Und dafür werden die Anschlüsse noch volumenbegrenzt. Ein besseres Geschäft kann es nicht geben.

    Das Netz gehört in staatliche Hand, komplett bis zu jedem Kunden ausgebaut und dann an die verschiedenen Anbieter die Anschlüsse je nach Kundenwunsch vermieten.
    Gleiches gilt für den Bereich Funk, auch hier hat der sinnlose Wildwuchs Überhand genommen.
    Das wäre im Sinne der Kunden und auch der Staatskasse. Aber wer will das schon?

  • dann aber die erhöhung nur bei dem der mit über 6 Mbit/s im dsl-netz ist. oder sollen etwa die zu tausenden, die immernoch mit unter 2 Mbit/s surfen, den netzausbau bezahlen ?
    DTAG schämt euch !!

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