Kundenzahl und Umsatz
Vodafone übertrifft Erwartungen

Der britische Mobilfunkanbieter Vodafone hat im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2005/06 dank eines guten Weihnachtsgeschäfts und steigender Nachfrage nach UMTS-Handys seine Kundenzahl und den Umsatz deutlich gesteigert. Zudem habe das Wachstum in den USA, Spanien und in Schwellenländern die harte Wettbewerbssituation in Deutschland und Italien mehr als aufwiegen können, wie Vodafone am Dienstag in London mitteilte.

HB LONDON/DÜSSELDORF. Insgesamt gewann Vodafone in seinem dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2005/2006 (zum Ende März) weltweit 7,1 Mill. Kunden. Damit stieg die Kundenbasis des nach Umsatz weltgrößten Mobilfunkunternehmens zum Jahresende auf 179,3 Millionen. Analysten hatten mit einem organischen Kundenwachstum zwischen 5,4 und 6,3 Mill. Nutzern gerechnet.

Der Mobilfunkumsatz erhöhte sich im dritten Quartal um acht Prozent. Damit lag der Zuwachs auch hier über der Expertenprognose, die von einem Plus von 6,5 bis 7,5 Prozent ausgegangen war. Vodafone hielt zudem an seiner Prognose für das gesamte Geschäftsjahr fest, wonach das Unternehmen ein Umsatzplus von sechs bis neun Prozent erwartet.

Auch in hart umkämpften europäischen Märkten konnte Vodafone Kunden gewinnen. Vor allem in Deutschland legte der dort zweitgrößte Mobilfunkanbieter nach der Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile zu und gewann im Weihnachtsquartal 906 000 Kunden. Am Heimatmarkt und in Italien fielen die Zuwächse mit 561 000 und 324 000 neuen Kunden aber deutlich geringer aus. In allen drei Ländern fiel zudem der in der Branche viel beachtete durchschnittliche Jahresumsatz je Kunde. In Deutschland sank er im Vergleich zum Vorjahresquartal um 7,8 Prozent, in Italien um 8,3 Prozent und in Großbritannien um 4,3 Prozent. „Wir erwarten ein so hartes Marktumfeld auch noch in den kommenden sechs, zwölf, 18 Monaten“, sagte Vodafone-Chef Arun Sarin in einer Analystenkonferenz.

Besonders erfreulich sei der Zuwachs an UMTS-Kunden, sagte Vodafone-Deutschland-Chef Friedrich Joussen am Dienstag in Düsseldorf. 70 Prozent der neuen Vertragskunden hätten sich für den neuen Mobilfunkstandard entschieden. Insgesamt nutzten mittlerweile knapp 1,5 Mill. Kunden UMTS - davon 200 000 mit Laptop-Datenkarte. „Wir erwarten, dass sich diese Rate noch drastisch nach oben bewegen wird“, sagte Joussen. In Kürze werde die bisherige Technologie zum alten Eisen gehören. Die beschleunigte UMTS-Technologie HSDPA werde zur Fußball-Weltmeisterschaft in allen Austragungsstädten eingerichtet sein, um eine schnellere Datenübertragung zu gewährleisten.

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