Lange Jahre wurde nicht über den Preis verhandelt
Silicon Graphics zähes Comeback

Die Grafikschmiede der ersten Liga wäre um Haaresbreite Pleite gegangen. Heute liegt der Jahresumsatz in Höhe eines früheren Quartalsumsatzes. Doch das Ruder scheint inzwischen herumgerissen.

Die Dinosaurier sind ausgestorben, weil sie sich nicht schnell genug an eine sich radikal ändernde Umwelt anpassen konnten. Um Haaresbreite wäre es der kalifornischen Technologieschmiede Silicon Graphics (SGI) genauso ergangen. Dabei waren es ausgerechnet ihre Hochleistungscomputer die Anfang der neunziger Jahre die Riesenechsen in Steven Spielbergs Hollywoodspektakel „Jurassic Parc“ auferstehen ließen. Das Kultblatt „Wired“ kürte SGI daraufhin zur „Hottest Computer Company in Silicon Valley“ und der Aktienkurs schoss in die Höhe.

Doch der Aufstieg von SGI war keine Internet-Erfolgsgeschichte wie bei Google, die mittlerweile im aus Kostengründen geräumten Hauptquartier von SGI logiert. Lange bevor es die grafische Oberfläche des World Wide Web und den Internethype gab, bastelten die Gründer von SGI in Schatten der benachbarten Stanford University bereits an der grafischen Darstellung von Computerdaten.

Vor allen Dingen Wissenschaftler aus den Bereichen Meteorologie, Physik und das Militär hatten ein enormes Interesse an einem Werkzeug für die Visualisierung von Daten. Die Computersimulation war zu dieser Zeit noch eine revolutionäre Technologie. Ein Kernproblem war die benötigte Rechnerleistung. „Es ist ein enormer Unterschied, ob man versucht eine Million einzelner Banktransaktionen zu verarbeiten, oder – wie bei einer Simulation notwendig – einen Datenblock derselben Größe auf einen Schlag“, beschreibt Silcon-Graphics-Chef Bob Bishop das Problem.

Da es entsprechende Hardware nicht zu kaufen gab, beschloss das Unternehmen die High-Performance-Systeme selbst zu bauen. Auf Grundlage des Betriebsystems Unix entwickelte SGI die hauseigene Software „Irix“. Bei der Chiptechnologie setzte SGI auf so genannte Mips-Chips, die ebenfalls in Stanford entwickelt wurden. Als der Lieferant Mips Computer Systems in finanzielle Schwierigkeiten kam , entschloss sich SGI sogar kurzerhand den Chipdesigner zu kaufen.

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