Die Münchener spüren zudem die Konzentration bei Reisebüchern und Karten. Auf Grund höherer Rabatte und des schwachen Dollarkurses sanken die Erlöse im vergangenen Jahr um 13 Mill. Euro auf 81 Mill. Euro. Langenscheidt ist nach der Stuttgarter Verlagsgruppe Mair-DuMont und der Hamburger Verlagsgruppe Ganske („Merian“) die Nummer drei in der Touristikbranche. Die Münchener versuchen nun die Kosten zu drücken. Ende 2006 war Langenscheidt in den USA und Asien mit dem Reisebuch- und Kartenverlag des französischen Reifenherstellers Micheln eine Vertriebskooperation eingegangen, um Kosten zu sparen.
In diesem Jahr gründeten die beiden Unternehmen in London einen Verlag, der die englischsprachigen Michelin-Reisebücher verlegt. „Wir haben bei unserer Kooperation mit Michelin in den USA einen außerordentlich guten Start hingelegt“, sagt Müller. Sowohl Langenscheidt als auch Michelin wollen nun gemeinsam weiter arbeiten. „Wir nehmen neue Projekte beispielsweise in Asien in Angriff“, heißt es bei Langenscheidt. Im Gegensatz zu USA und Asien schrumpft der Markt für Straßenkarten in Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern sehr schnell.

