Langfristige Unterstützung von Peoplesoft- und JD-Edward-Programmen
Fusionsplan von Oracle soll Kunden bei der Stange halten

Nach der Übernahme des Mitbewerbers Peoplesoft durch Oracle versucht das zweitgrößte Softwarehaus der Welt seinen Kundenstamm bei der Stange zu halten. Dies gilt vor allem für die Anwender von Business-Software, einem Marktsegment, in dem Oracle in starkem Wettbewerb mit SAP und Microsoft steht.

HB MÜNCHEN. Nach der Fusion ist Oracle nun seinen alten und neuen Kunden mit drei eigenständigen Programmpaketen für Geschäftsanwendung in der Pflicht: der Peoplesoft Enterprise Software, der JD Edward Enterprise One und der eigenen Oracle E-Business Suite. Diese werden in einem für Geschäftsleute planbare Zeitrahmen weiter in vollem Umfang bedient, sagte Chef von Oracle Deutschland und Nordeuropa in München, Rolf Schwirz.

Alle drei Pakete sollen 2006 mit einem neuen „Release“ auf dem Markt angeboten werden. Dabei liegen die Stärken des Paketes von Peoplesoft in der Personalverwaltung (HR – Human Ressourcen). JD Edward hat einen guten Namen bei Anwendungen für den Mittelstand. Die Zusammenführung der drei Programmpakete zu einem einheitlichen Angebot ist für 2008 geplant. Die Unterstützung der ursprünglichen Produkte sei aber bis mindestes 2013 garantiert, verspricht Schwirz.

Um im Stammland von SAP die Kunden besser bedienen zu können, sei es in Deutschland nach der Übernahme des Konkurrenten Peoplesoft in Deutschland zu einem weit geringeren Abbau von Arbeitsplätzen gekommen als in den USA, wo sich die Stammsitze von Oracle (Redwood Shores) und Peoplesoft (Pesanthon) befinden. „Wir haben im Zusammenhang mit der Übernahme eine gewissen Anteil von Mitarbeiter abgebaut, sagte Schwirz. Davon seien die Belegschaft von Oracle und Peoplesoft Deutschland gleichermaßen betroffen.

Schwirz wollte aus Gründen der Firmenpolitik die genaue Anzahl der gestrichenen Stellen ebenso wenig nennen wie die Zahl der Mitarbeiter in Deutschland. Bei den Mitarbeitern, die unmittelbar mit den Kunden arbeiten, habe es keine Einsparungen gegeben. Nach Berichten in der US-Presse hat Oracle im Rahmen der Fusion insgesamt 5000 Mitarbeiter, die meisten bei Peoplesoft, entlassen.

Peoplesoft Deutschland sei mit Rekordergebnissen in die Fusion gegangen, sagte Schwirz. Auch Oracle Deutschland rechnet für den Abschluss des Geschäftsjahres 2005 (31.5.) mit guten Zahlen. Im Mai Peoplesoft Deutschland formal eine Tochter von Oracle Deutschland werden. In einem weiteren Schritt sei dann der Zusammenschluss im ersten Quartal des kommenden Geschäftsjahres geplant.

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