Lenovo
Lieferengpässe belasten PC-Branchenprimus

Der PC-Riese Lenovo hat im abgelaufenen Quartal Einbußen bei Gewinn und Umsatz hinnehmen müssen. Neben dem schwachen Umfeld in der Branche waren dafür auch Probleme mit den Zulieferern verantwortlich.
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HongkongProbleme bei Zulieferern und ein allgemein schwaches wirtschaftliches Umfeld drücken auf die Geschäfte des weltgrößten PC-Herstellers Lenovo. Der Gewinn sei im dritten Geschäftsquartal um zwei Drittel auf 98 Millionen Dollar gesunken, teilte der chinesische HP-Rivale am Donnerstag mit. Der Umsatz fiel um sechs Prozent auf 12,2 Milliarden Dollar.

Die PC-Branche steht angesichts der immer größeren Beliebtheit und Leistungsfähigkeit von Smartphones und Tablets seit langem unter Druck. Dem Marktforscher Gartner zufolge lagen die weltweiten PC-Auslieferungen im Schlussquartal 2016 mit 72,6 Millionen Stück um 3,7 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Lenovo konnte dem Abwärtstrend im abgelaufenen Vierteljahr nach eigenen Angaben aber trotzen. Im PC-Kerngeschäft sei der Umsatz erstmals seit sieben Quartalen mit einem Plus von zwei Prozent auf 8,6 Milliarden Dollar wieder gestiegen. Die Auslieferungen hätten ebenfalls um zwei Prozent auf 15,7 Millionen Geräte zugelegt. Dabei habe vor allem der Anstieg der PC-Verkäufe an Unternehmen um fünf Prozent geholfen.

In der Mobiltelefon-Sparte brach Lenovos Absatz hingegen um 26 Prozent ein. Der Konzern hatte vor mehr als zehn Jahren die PC-Sparte von IBM übernommen, 2014 folgte dann der Kauf von Motorolas Handysparte. Damit wollte sich Lenovo unabhängiger vom schwächelnden PC-Geschäft machen, steht dort aber in scharfer Konkurrenz etwa zu Apple und Samsung. Verwaltungsratschef Yang Yuanqing erklärte gleichwohl, Motorola entwickle sich wie erwartet. In etwa einem Jahr würden dort Gewinne erwartet. Im PC-Geschäft erwäge Lenovo weitere Zukäufe.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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