Letzte Anteile verkauft
Siemens stößt Epcos ab

Zuerst Infineon, nun Epcos: Der Münchener Technologiekonzern Siemens hat sich restlos von seiner zweiten großen börsennotierten Tochter getrennt.

HB MÜNCHEN. Siemens habe bereits am vergangenen Freitag seine letzten rund 8 Mill. Aktien des Bauelemente-Herstellers von der Schweizer Bank UBS am Kapitalmarkt platzieren lassen, sagte ein Siemens-Sprecher am Montag. Durch den Verkauf des Anteils von 12,5 Prozent flössen der einstigen Mutter, die Epcos als Gemeinschaftsunternehmen mit der japanischen Matsushita 1999 an die Börse brachte, rund 90 Mill. Euro zu. Angaben zum Verkaufspreis je Aktie wollte der Sprecher nicht machen. Händler sagten, es seien 8,16 Mill. Aktien zu einem Preis von je 11,08 Euro am Markt platziert worden.

Die Epcos-Aktien reagierten am Montag mit Kursverlusten auf den endgültigen Abschied aus der Siemens-Familie. Die Titel verloren im frühen Handel gut 3 Prozent auf 11,04 Euro, während sich die Siemens-Papiere leicht im Plus bei 75,44 Euro präsentierten.

Siemens hatte ebenfalls in der vergangenen Woche – allerdings am Donnerstag – seinen restlichen 18,23-Prozent-Anteil am Speicherhersteller Infineon verkauft. Einen Preis nannte der Konzern nicht; Experten rechneten mit 1,2 Mrd. Euro. Der ehemalige Siemens-Chef Heinrich von Pierer und sein Finanzchef Neubürger hatten die Chip-Tochter wegen des extrem zyklischen Geschäfts 1999 abgespalten und im Frühjahr 2000 unter dem Kunstnamen Infineon an die Börse gebracht. Seitdem hatte Siemens seine Anteile schrittweise verringert.

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