Leuchtmittel: Panasonic drängt in Europas LED-Markt

Leuchtmittel
Panasonic drängt in Europas LED-Markt

Der Elektronikkonzern aus Japan hat einen neuen Leuchtdioden-Typ entworfen. Damit will er die Marktführer in Europa angreifen. Und das in einem Marksegment, in dem Panasonic noch nicht vertreten ist.

TokioPunktstrahler, kaltes Licht, fröstelnde Atmosphäre? Wenn es nach Yoshio Ito geht, Präsident und Chef der Lichtsparte von Panasonic, werden diese Nachteile der LED-Technik bald der Vergangenheit angehören. Sein Unternehmen hat am Mittwoch in Tokio ein neues Produkt vorgestellt, das mehr können soll, wie Ito vor Journalisten betonte.

Der neue Leuchtdioden-Typ werde die bei vielen Kunden unbeliebte Punktstrahlung beseitigen, versprach Ito. Die Technik ermögliche erstmals einen Strahlungswinkel von 300 Grad und werde zudem in zwei Farbvarianten hergestellt. Die eine produziere Tageslicht, die andere verleihe dem bisher weißlichen Strahl einen wärmeren Ton – ein Kriterium, auf das vor allem Kunden aus Übersee Wert legen.

„In Japan werden wir die neuen LED-Produkte ab dem 18. März verkaufen; in Europa, sobald wir die entsprechende Zulassung haben“, sagte Toshiaki Yui, Geschäftsführer Marketing und Verkauf, im Gespräch mit dem Handelsblatt. Die Zulassung in Europa zu erhalten werde nicht lange dauern, so Yui.

Panasonic, größter Lichtproduzent in Japan, wagt sich damit in einen Markt, in dem er bisher noch nicht vertreten ist. Marktführer in Europa sind Philips und der Siemens-Ableger Osram. Die Amerikaner von General Electric mischen weltweit ebenfalls kräftig mit.

Doch Panasonic lässt sich nicht entmutigen, die Aussichten sind zu verlockend. Der Gesamtmarkt der Licht abstrahlenden Halbleiter lag 2009 bei etwa 5,5 Milliarden Euro. Der japanische Chemiekonzern Mitsubishi Chemical, der ebenfalls im LED-Geschäft aktiv ist, schätzt ihn bis 2015 auf etwa 44 Milliarden Euro für jegliches Geschäft, das mit der Produktion zusammenhängt.

Nahezu alle Konkurrenten arbeiten deshalb mit Hochdruck daran, die neue, hocheffiziente LED-Technik zu einem Alltagsprodukt zu machen. In Japan boomt das Geschäft bereits. Laut dem japanischen Elektronikkonzern Sharp machte im Mai 2010 der Umsatz von LED 62 Prozent des japanischen Lampenmarktes aus. Im Land der aufgehenden Sonne sind neben Panasonic vor allem Sharp, Toshiba und NEC dabei, Marktanteile zu erobern. Auch Mitsubishi Chemical ist mittlerweile eingestiegen und will nicht nur mit den Rohstoffen handeln, sondern auch fertige Produkte herstellen.

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