Line geht an die Börse
Hohes Interesse an WhatsApp-Rivalen

Der WhatsApp-Rivale Line wird mit seinem Börsengang voraussichtlich 1,3 Milliarden Dollar einsammeln. Es wäre der bisher größte Tech-Börsengang des Jahres.

Der Börsengang des japanischen WhatsApp-Rivalen Line erfreut sich trotz der Unsicherheiten an den Finanzmärkten nach der Entscheidung Großbritanniens für einen EU-Austritt großer Nachfrage. Der Ausgabepreis wurde auf 3300 Yen (rund 29,65 Euro) je Aktie erhöht, wie aus einem Schreiben an das japanische Finanzministerium vom Montag hervorgeht. Damit dürfte das Unternehmen umgerechnet rund 1,3 Milliarden Dollar bei seinem Finanzmarktdebüt einsammeln, das damit der größte Tech-Börsengang des Jahres wäre. Line würde dann mit fast sieben Milliarden Dollar bewertet.

Erst in der vergangenen Woche hatte die vor allem in Japan beliebte Messenger-Plattform ihre Preisspanne auf 2900 bis 3300 Yen angehoben. Line gehört dem größten südkoreanischen Webportal-Betreiber Naver und peilt eine Notierung in New York am Donnerstag und in Tokio am Freitag an. Die Japaner sind auf dem Heimatmarkt sowie in Taiwan und Thailand Marktführer, kommen weltweit aber nicht gegen WhatsApp an.

Das Unternehmen startete seine Messenger-Plattform 2011, als das japanische Telefonnetz nach der Erdbebenkatastrophe zusammenbrach. Über die App lassen sich Sprachnachrichten verschicken, Video-Anrufe tätigen sowie Fotos und Videos teilen. Bekannt geworden ist Line vor allem für seine Emojis wie Teddybären und Hasen, mit denen Nutzer ihre Gefühle bildhaft ausdrücken können. Die Emojis wie auch das Musik-Angebot können in der Regel nur gegen Gebühr verwendet werden.

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