Linux-Anbieter hebt Prognose im vierten Quartal an
Red Hat profitiert von der Krise

Der weltgrößte Linux-Anbieter Red Hat kann von der Wirtschaftskrise offenbar profitieren: Das Unternehmen hat am Montag nach Börsenschluss den Ausblick fürs vierte Quartal angehoben. Der Aktienkurs kletterte am Dienstag zeitweise mehr als 16 Prozent in die Höhe. Hintergrund sind nach Ansicht des Firmenchefs Unternehmen, die in der Krise Kosten sparen wollen.

HB NEW YORK. Der Gewinn ohne Sonderposten werde im vierten Quartal zwischen 19 und 20 Cent je Aktie liegen, teilte Red Hat mit. Von Bloomberg befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit 17 Cent gerechnet. Im dritten Quartal gelang es dem in Raleigh im US- Bundesstaat North Carolina ansässigen Softwarehaus den Gewinn um 20 Prozent auf 24,3 Mio. Dollar oder 12 Cent je Aktie zu steigern. Die Vergleichswerte im Vorjahr lagen bei 20,3 Mio. Dollar und 10 Cent je Aktie.

"Wir profitieren von einem Wirtschaftsabschwung", sagte Unternehmenschef James Whitehurst. Red Hat verkauft seine Versionen des kostenlosen Betriebssystems Linux in Verbindung mit Support-Paketen und ist damit günstiger als viele Wettbewerber. Die Kunden zahlen über die Vertragslaufzeit festlegte Gebühren, sodass die Einnahmen des Unternehmens vorhersehbar sind.

Lediglich die Wechselkursentwicklung hat zuletzt die Umsatzentwicklung bei Red Hat gebremst. In den drei Monaten bis Ende November hat der Euro 13 Prozent zum Dollar nachgegeben, das britische Pfund büßte zum Greenback im gleichen Zeitraum 15 Prozent ein. Red Hat erzielt etwa ein Fünftel des Umsatzes in der Region Europa, Naher Osten und Afrika. Die Einnahmen im letzten Quartal beliefen sich auf 165,3 Mill. Dollar. Für das laufende Quartal von Dezember bis Februar stellt das Unternehmen unter Berücksichtigung des festeren Dollars Umsätze in Höhe von 166 bis 167,5 Mio. Dollar in Aussicht. Damit blieb Red Hat unter den Erwartungen der Analysten, die im Durchschnitt mit einem Zuwachs auf 172,6 Mio. gerechnet hatten.

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