Der Technologiekonzern Siemens setzt sich nach einem Gewinnzuwachs im vergangenen Quartal höhere Ziele. Unter anderem verlangt der neue Chef Peter Löscher höhere Renditen in zwei Großbereichen. Die US-Konjunktursorgen stimmen ihn aber vorsichtig.
HB MÜNCHEN. Vor allem der Einmalerlös aus dem Verkauf der Autozuliefersparte VDO blähte den Gewinn nach Steuern von Oktober bis Dezember auf 6,48 Milliarden Euro von 788 Millionen Euro im Vorjahr auf, wie Siemens
vor der Hauptversammlung am Donnerstag in München mitteilte. Auf den Verkaufserlös für VDO entfielen davon allein 5,4 Milliarden Euro.
Doch legte der von Korruptionsaffären gebeutelte Konzern auch im regulären Geschäft zu. Das operative Ergebnis kletterte um 16 Prozent auf 1,72 Milliarden Euro. Der Umsatz habe um acht Prozent auf 18,4 Milliarden Euro zugelegt, hieß es. Beim Auftragseingang konnte Siemens
im ersten Quartal ein Plus von neun Prozent auf 24,24 Mrd. Euro verbuchen. Daraufhin legte die Siemens
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zeitweise um fast 5 Prozent zu.
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-Vorstände Aktienoptionen in welchem Wert eingelöst haben
Siemens
In der neuen Konzernstruktur setzte Löscher auch den beiden Großbereichen Industrie und Energie neue Renditeziele, während für die Medizintechniksparte unverändert ein Zielband von 14 bis 17 Prozent gilt. Der Sektor Industrie müsse bis Herbst 2010 operativ 9 bis 13 Prozent abwerfen statt der bisher geforderten 9 bis 11 Prozent. Für den Großbereich Energie gelte ein Margenziel von 11 bis 15 Prozent statt von 9 bis 13 Prozent.
Vor allem im Großbereich Energie dürften die Ziele zunächst schwer zu erreichen sein. Der Kraftwerksbereich Power Generation verfehlte sein bisheriges Renditeziel von mindestens zehn Prozent mit 4,5 Prozent deutlich. Auch die Medizintechnik, die Gebäudetechnik sowie die Zug- und Verkehrstechnik blieben hinter den von Löschers Vorgänger Klaus Kleinfeld aufgestellten Vorgaben zurück. Bei der Medizintechnik spielten dabei auch die Kosten für die Integration des US-Medizintechnikherstellers Dade Behring eine Rolle.
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