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24.01.2008 

In der schwelenden Korruptionskrise ist noch kein Ende in Sicht. Im Weihnachtsquartal habe Siemens intern 52 neue Untersuchungen aufgenommen, teilte Löscher mit. Im Zuge des Kronzeugenprogramms habe der Konzern bisher 33 Anfragen von Mitarbeitern. Vier Beschäftigten sei Amnestie gewährt worden, bei zwei Angestellten sei dies abgelehnt worden. Die Krise steht auch im Mittelpunkt der Hauptversammlung, die um 10 Uhr begonnen hat.


Bildergalerie Bildergalerie: Geht das Aufräumen bei Siemens weiter? Fragen und Antworten rund um die Hauptversammlung


Siemens will im Februar Verhandlungen mit der US-Börsenaufsicht SEC über einen Vergleich aufnehmen. "Heute nun freue ich mich, ihnen mitzuteilen zu können, dass die SEC und das US-Justizministerium ihr Einverständnis erklärt haben, in Kürze mit uns Gespräche zu führen mit dem Ziel eines umfassenden und fairen Vergleichs", sagte Aufsichtsratschef Gerhard Cromme am Donnerstag auf der Hauptversammlung laut Redetext.

Der Gesamtschaden durch die Korruptionsaffäre sei zuletzt auf insgesamt 1,6 Mrd. Euro angestiegen, sagte Konzernchef Peter Löscher laut seinem Manuskript. Die Ausgaben für Strafen und Aufklärung hätten sich bis Ende Dezember auf 1,1 Mrd. Euro summiert, die zusätzliche Steuerlast 520 Mill. Euro. Per Ende September hatte Siemens den Gesamtschaden noch auf 1,3 bis 1,4 Mrd. Euro beziffert.

Siemens kündigte an, am Montag mit seinem Aktienrückkauf zu beginnen. Bis Ende April wolle der Konzern rund zwei Milliarden Euro dafür ausgeben. Insgesamt beträgt das Gesamtvolumen für das Programm bis 2010 zehn Milliarden Euro.

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