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22.01.2007 
Vorläufige Bilanz

Loewe setzt weiter auf Luxus

Der fränkische TV-Gerätehersteller Loewe hat nach einem Gewinnsprung 2006 sein Ergebnisziel für das laufende Jahr noch höher gesteckt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat das Unternehmen nach einem Absatzschub durch die Fußballweltmeisterschaft überraschend gut abgeschnitten.

HB MÜNCHEN. Im abgelaufenen Jahr steigerte das Kronacher Traditionsunternehmen nach eigenen Angaben sein Betriebsergebnis um 11,1 Mill. Euro auf 13,2 Mill. Euro und übertraf damit seine Prognosen. Zuletzt hatte Loewe einen operativen Gewinn von zwölf Mill. Euro vorausgesagt. Der Umsatz 2006 habe verglichen mit dem Vorjahr um sieben Prozent auf 341 Mill. Euro zugelegt.

Loewe führte das Wachstum auf die anhaltend hohe Nachfrage nach Flachbildschirm-Fernsehern und den Absatzschub durch die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 zurück. „Loewe hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr positiv entwickelt und wächst weiter profitabel. Mit unseren individuellen Produkten sind wir auf gutem Weg, die führende Premiummarke für Home Cinema in Europa zu werden“, erklärte Firmenchef Rainer Hecker. Die Gewinnmarge habe überproportional zum Umsatz zugelegt, da sich das fränkische Unternehmen weitgehend dem Preisdruck der Branche habe entziehen können, hieß es.

„Für das Gesamtjahr 2007 rechnen wir mit einem Umsatzwachstum von rund zehn Prozent auf 380 Mill. Euro und einer Ergebnisverbesserung beim Ebit von mindestens 20 Prozent auf 16 bis 18 Mill. Euro“, erklärte Firmenchef Rainer Hecker. Im Gegensatz zu 2006 werde der Loewe-Absatz vor allem in der zweiten Jahreshälfte zulegen. Die Franken peilen an, ihre Rendite weiter zu steigern.

Mit luxuriösen Zusatzausstattungen und immer größeren Bildschirmen wollen sie dem Preis- und Margenverfall der Branche trotzen. Noch im laufenden Quartal soll ein Loewe-Fernseher mit integriertem Festplattenrekorder auf den Markt kommen, der auch das hochauflösende HDTV-Signal aufzeichnen kann. „Unser Ziel ist es, das Profil der Marke weiter zu schärfen. Dabei steht eine positive Margenentwicklung gegenüber der reinen Umsatzausweitung im Vordergrund“, sagte Hecker.

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