Der Zubehörhersteller Logitech
hat im ersten Quartal 2008/09 dank der guten Nachfrage nach Computermäusen, Webcams und Fernbedienungen Umsatz und Gewinn prozentual zweistellig gesteigert.
HB ZÜRICH. Der Reingewinn stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15 Prozent auf 29,3 Mill. Dollar, wie das schweizerisch-amerikanische Unternehmen am Dienstag mitteilte.
Analysten hatten aber noch bessere Geschäfte erwartet und durchschnittlich mit einem Gewinnplus von 30 Prozent auf 33 Mill. Dollar gerechnet. Marktexperte Roger Steiner von Landsbanki-Kepler begründet die Diskrepanz mit dem deutlich gesunkenen Finanzergebnis und findet an dem Ergebnis ansonsten wenig auszusetzen: "Ähnlich wie im Vorquartal sollten die Zahlen angesichts der Sorgen über die Verbraucherstimmung und den Einzelhandel unter den Anlegern Vertrauen schaffen."
Der Umsatz kletterte in den drei Monaten von April bis Ende Juni um 18 Prozent auf 509 Mill. Dollar. Die größten Zuwächse konnten bei Mäusen und Universalfernbedienungen erzielt werden. Der Umsatz mit Lautsprechern brach allerdings um zehn Prozent ein. ZKB-Branchenexperte Thomas Germann vermutet, dass sich Lautsprecher für tragbare Musikspieler nicht mehr so gut verkauften.
Die Prognose wurde bestätigt. Im bis Ende März laufenden Geschäftsjahr will Logitech
weiterhin Umsatz und Betriebsgewinn (Ebit) um jeweils 15 Prozent steigern. Logitech
-Chef Gerald Quindlen gibt sich vor der jeden Sommer fälligen Runderneuerung der Produktpalette zuversichtlich.
"Zu Beginn des zweiten Quartals erwarten wir aufgrund der Produkte, die in den nächsten Monaten eingeführt werden, eine anhaltende Marktdynamik". Die Aktien des Unternehmens verloren am Morgen knapp zwei Prozent, konnten sich damit aber angesichts des um drei Prozent eingebrochen Technologiewerte-Index noch ganz gut halten.
Die in der Nacht der veröffentlichten Zahlen von Apple
als auch von Texas Instruments
hatten Börsianern zufolge enttäuscht. Zudem hatten noch Mobilfunkriese Vodafone
den Geschäftsausblick zurückgeschraubt.

