Lokale Themen geplant
WAZ-Mediengruppe engagiert sich auf russischem Zeitungsmarkt

Die WAZ-Mediengruppe ist mit der Übernahme einer regionalen Wochenzeitung in den russischen Medienmarkt eingestiegen. Dort will der Essener Konzern Dutzende Regionalblätter aufbauen. Russische Analysten trauen dem Projekt einiges zu.

HB MOSKAU. Ausgangspunkt soll die 1994 gegründete Wochenzeitung „Sloboda“ (Freiheit) mit einer Auflage von knapp 100 000 Exemplaren im Gebiet Tula südlich von Moskau sein, erklärte am die WAZ-Mediengruppe am Donnerstag in Moskau. Gemeinsam sollen 32 Regionalblätter aufgebaut werden.

„Die Zeitung legt Wert auf politische Unabhängigkeit und hat ihren Schwerpunkt bei regionalen beziehungsweise lokalen Themen“, sagte WAZ-Geschäftsführer Bodo Hombach in einer Verlagsmitteilung. Dabei setzte die Zeitung stark auf Lesernähe und Bürgerinteressen. Nach Einschätzung russischer Analysten sind Regionalzeitungen in Russland ein von Investoren bislang unterschätztes Segment der Medienbranche mit guten Renditechancen.

Der „Sloboda“-Verlag machte im vergangenen Jahr einen Umsatz von umgerechnet zwei Mill. Euro. Er hat nach Schätzungen der Moskauer Tageszeitung „Kommersant“ einen Wert von knapp zehn Mill. Euro. Die WAZ-Mediengruppe machte keine Angaben über die Kosten für die Übernahme einer 75-prozentigen Mehrheit am Verlag.

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