Lukratives Geschäft mit Firmen soll ausgebaut werden – Marktanteil nahezu unverändert: Dell erwartet wenig von Privatkunden

Lukratives Geschäft mit Firmen soll ausgebaut werden – Marktanteil nahezu unverändert
Dell erwartet wenig von Privatkunden

Der US-Computerbauer Dell wird das Privatkundengeschäft in Deutschland weiterhin nur mit angezogener Handbremse betreiben. „Die schlechten Zahlen unserer Wettbewerber in diesem Bereich sprechen eine klare Sprache“, sagte der Europachef von Dell, Paul Bell, im Gespräch mit dem Handelsblatt. „Wir sind nicht bereit, im Konsumentenbereich Geschäfte zu machen, die sich nicht lohnen.“

MÜNCHEN. Branchenexperten fragen sich allerdings, wie Dell unter diesen Vorzeichen auf dem deutschen Markt wie angekündigt an die Spitze kommen will. Denn mit einem Marktanteil von 5,4 % lag das Unternehmen im abgelaufenen Quartal weit abgeschlagen auf Rang fünf der PC-Verkäufe. Dazu kommt, dass sich der Marktanteil im Vergleich zum Vorjahr fast nicht verbessert hat. Zum Vergleich: Billig-Anbieter Medion kommt nach Angaben der Marktforscher von Gartner auf einen Marktanteil von 16,7 %. Und unter den fünf größten Anbietern von Notebooks in Deutschland im vergangenen Jahr taucht der Name Dell gar nicht erst auf. Stattdessen hat Acer in nur einem Jahr die Spitzenposition ergattert und seinen Marktanteil nahezu verdoppelt.

Trotz dieser schwachen Position will sich zweitgrößte PC-Hersteller der Welt in Deutschland auch künftig vor allem auf die lukrativen Firmenkunden konzentrieren. Dell-Manager Bell: „In diesem Bereich sind wir stark und haben in Deutschland Marktanteile gewonnen.“ Deshalb werde das Unternehmen seine Aktivitäten hier verstärken. So soll das Dienstleistungsgeschäft forciert werden. Zudem möchte Dell mehr Software und Zubehör wie Drucker verkaufen und im Mittelstand mit Servern und Speicherlösungen punkten.

Deutschland ist für Dell seit Jahren eine besonders harte Nuss. In den USA und vielen anderen Ländern tut sich das Unternehmen wesentlich leichter. Vergangene Woche legte Dell hervorragende Quartalszahlen vor. Gewinn und Umsatz kletterten wesentlich stärker als bei den meisten Wettbewerbern. Zudem gab Firmengründer und CEO Michael Dell eine zuversichtliche Prognose. Analysten sind denn auch voll des Lobes. „Dell hat mit seinem Direktvertrieb und seiner ausgefeilten Logistik in der Fertigung einen großen Vorteil gegenüber der Konkurrenz“, sagt Rüdiger Spies, Analyst der Meta Group in München.

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