Management Buy-Out als Option: EDS prüft Trennung von A.T. Kearney

Management Buy-Out als Option
EDS prüft Trennung von A.T. Kearney

Das Beratungsunternehmen A.T.Kearney prüft einen Management Buy-Out von der Mutter, dem IT-Unternehmen EDS. Wie der Anfang des Monats neu gewählte Europa-Chef Werner Kreuz dem Handelsblatt sagte, werde sich ein Team von A.T. Kearney Partnern mit Vertretern des Mutterkonzern an den Verhandlungstisch setzen, um die Optionen eines Rückkaufs zu untersuchen.

HB DÜSSELDORF. Ein Sprecher von EDS hatte am Freitag gesagt, das Unternehmen prüfe die Möglichkeit, die Berater an ihrer Firma wieder zu beteiligen. Die EDS-Aktie war danach an Wall Street leicht gestiegen.

Ob A.T. Kearney wieder vollständig in den Besitz der Partner übergehe, sei noch offen, sagte Kreuz. Wall-Street-Analysten schätzen den Wert von A.T.-Kearney nach einer dreijährigen Periode von Umsatzverlusten bei derzeit rund 600 Mill. Dollar ein. Machte das Consulting-Unternehmen 2000 noch 1,5 Mrd. $ Umsatz, so waren es 2003 noch 857 Mill. Euro. Genaue Zahlen für 2004 liegen noch nicht vor, allerdings sei man wieder profitabel, so Kreuz.

EDS hatte die zu den weltweit großen Beratungsunternehmen zählende A.T. Kearney 1995 gekauft. Dahinter stand die Idee, strategische Beratung mit IT-Implementierung und Outsourcing zu verknüpfen und so beiden Unternehmen mehr Wachstum zu eröffnen. Doch die Rechnung ging insbesondere unter dem letzten EDS-Chef Richard (Dick) Brown nicht mehr auf. Brown hatte versucht, die Beratungsfirma stärker als Marketingarm zu instrumentalisieren, was dem Image und auch dem Geschäft von A.T.Kearney schadete. Große Wettbewerber sind Firmen wie IBM, Accenture oder Cap Gemini.

Die Option, sich von EDS trennen zu können, hatte EDS-Chef Michael Jordan auf einem Treffen der 250 Partner von A.T. Kearney in Miami eröffnet und dafür stehenden Beifall bekommen, so Kreuz. Jordan habe erkannt, dass Geschäftsmodelle und Kulturen der Unternehmen nicht zusammenpassten.

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