Marion Schick
Telekom muss neuen Personalvorstand suchen

Telekom-Chef Tim Höttges muss einen neuen Personalvorstand suchen: Marion Schick verlässt aus gesundheitlichen Gründen das Unternehmen. Die 55-Jährige hatte sich bereits Anfang Dezember krank gemeldet.
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DüsseldorfDie Deutsche Telekom muss sich einen neuen Personalvorstand suchen: Das Unternehmen und die bisherige Amtsinhaberin Marion Schick trennen sich in „beiderseitigem Einvernehmen“ wie es nach Informationen des Handelsblatts heißt. Inzwischen bestätigte das Unternehmen die Trennung. Als Grund wurden gesundheitliche Gründe angegeben. Nun soll möglichst schnell ein Nachfolger für Schick gesucht werden, die gerade mal knapp zwei Jahre im Amt war.

Der Aufsichtsrat bedauerte den Schritt. Sie habe Verständnis dafür, dass das Ressort Personal und Amt des Arbeitsdirektors im Hinblick auf ihre längere Krankheit wieder besetzt werden müsse, erklärte die Managerin.

Die 55-Jährige hatte sich schon Anfang Dezember krank gemeldet, über ihren Gesundheitszustand drang nichts an die Öffentlichkeit. Kommissarisch übernahm Compliance-Vorstand Thomas Kremer ihre Aufgaben. Er zeichnete auch für den ersten Tarifabschluss verantwortlich, der Mitte dieser Woche mit der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi erzielt wurde.

Die frühere Kultusministerin von Baden-Württemberg war nicht unumstritten bei der Telekom. Vor allem die Gewerkschaften hatten ein gespanntes Verhältnis zu ihr. Schon im vergangenen Jahr gab es Spekulationen über eine Entlassung oder einen Rücktritt von Schick. Allerdings gilt der Job als Personalvorstand der Telekom als schwierig: Die Gewerkschaften haben eine starke Position, gleichzeitig muss ein permanenter personeller Umbau des früheren Staatskonzerns gemanagt werden.

Die Telekom konnte jetzt auch nicht mehr länger warten: Schließlich stehen deutliche personelle Veränderungen an. So will allein die IT-Tochter T-Systems rund 4.900 Stellen in diesem und im kommende Jahr abbauen.

Kommentare zu " Marion Schick: Telekom muss neuen Personalvorstand suchen"

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  • In der Tat ist der Personalvorstandsjob bei der DTAG nichts für schwache Nerven und vor allem nichts für Quotenfrauen.

    Bisher haben die Top-Quoten-Damen ja nicht viel gerissen ... besser man konzentriert sich auf die, die es mit Leistung schaffen ...

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