Mark Zuckerberg in Berlin: „Hasskommentare haben keinen Platz auf Facebook“

Mark Zuckerberg in Berlin
„Hasskommentare haben keinen Platz auf Facebook“

Datenschutz, Live-Videos, Hasskommentare – das sind einige der Punkte, zu denen Facebook-Nutzer Mark Zuckerberg in Berlin gelöchert haben. Aber auch Tochter Max und Hund Beast waren Thema. Das Liveblog zum Nachlesen.

BerlinEs war für ausgewählte Facebook-Nutzer eine einmalige Gelegenheit: Mark Zuckerberg hat sich ihren Fragen bei einem Townhall-Meeting in Berlin gestellt. Ein wichtiges Thema war der Umgang des sozialen Netzwerks mit Hasskommentaren. Hier die Ereignisse zum Nachlesen.

+++Schluss+++
Nach gut 70 Minuten verlässt der Facebook-Chef die Bühne. Das Publikum wird für Facebook fotografiert. Anwalt Jun konnte seine Frage nicht stellen.

+++Zuckerberg zur Flüchtlingskrise+++
Zuckerberg lobt die Rolle Deutschlands in der Flüchtlingskrise. Er bezeichnet sie als „inspirierend und Vorbild für die ganze Welt“.

+++Zu zahme Fragen?+++
Einige Twitter-Nutzer halten die Fragen an den Facebook-Chef für zu lasch.

+++Die erste Stunde ist um+++

+++„Wie kann Facebook die Welt positiv beeinflussen?“+++
Es gebe Probleme auf der Welt, die sich nur lösen lassen, wenn man eine große Gemeinschaft bilde, sagt Zuckerberg. Nach dem Erdbeben in Nepal habe die Facebook-Gemeinde 15 Millionen Dollar gesammelt – die größte Spendenaktion dieser Art.

+++„Wird es jemals einen Dislike-Button geben?“+++
Zuckerberg verweist auf die neuen „Reactions“-Buttons, die das soziale Netzwerk in dieser Woche eingeführt hat. Mehr werde es auf absehbare Zeit wohl nicht geben. Der „Like“-Daumen sei eines der wichtigsten Merkmale des Produkts Facebook, deshalb habe habe man lange und sorgfältig daran gearbeitet, die neuen Buttons zu entwickeln.

+++Deutsche Pünktlichkeit+++
Gefragt nach seinem Zeitmanagement sagt Zuckerberg: „Ich habe großen Respekt vor der deutschen Pünktlichkeit. Wenn ich hier bin, gebe ich mir besonders Mühe, pünktlich zu sein.“

+++Kein Townhall ohne Hundefrage+++
Nun wundert sich schon Zuckerberg über die Qualität einiger Fragen: Erst ging es um seine Tochter, jetzt um seinen Hund „Beast“. Er beantwortet sie aber dennoch recht ausführlich …

+++„Wie wolle Sie verhindern, dass Nutzer in eine Filterblase geraten?“+++
Zuckerberg verteidigt soziale Netzwerke: „Die diversesten Medien, die es gibt.“ In einer Zeitung sei das Meinungsspektrum deutlich eingeschränkter. Die „Filterbubble“ auf sozialen Netzwerken hält er für einen Mythos.

+++„Wie fühlt es sich an, Vater zu sein?“+++
Die nächste persönliche Frage für Zuckerberg. „It's awesome“, sagt der Facebook-Chef. Ihn habe überrascht, wie schnell er die Bedürfnisse seiner Tochter Max erkannt habe. Sie gehöre zum Beispiel zu den Babys, die das Baden liebten. Er organisiere deswegen seine Arbeitstage, damit er dafür zuhause sein könne. Max habe ihn komplett um den Finger gewickelt.

+++Herr Zuckerberg, wann kommt denn das neue iPhone?+++

+++Wo Zuckerberg sprachlos wird+++
Große Heiterkeit im Publikum, als eine Frau Zuckerberg fragt, was er tun würde, wäre er Twitter-CEO. Der Facebook-Gründer ist erst einmal sprachlos. „Es gibt keine Möglichkeit, wie ich diese Frage richtig beantworten kann“, sagt er lachend. Dann erklärt er, wie er bei Facebook und Instagram die Verbindung zwischen Nutzern und Prominenten gestärkt hat. Auch deswegen habe Instagram mittlerweile mehr Nutzer als Twitter.

+++Standard-Antworten+++
„This is really important“, wird Zuckerbergs Standard-Antwort, wenn es ein klitzekleines bisschen heikel wird. Das sagte er einem Fragesteller, der etwas zum Thema Hasskommentare wissen wollte. Das bekommt jetzt auch ein junger Mann zu hören, der das Thema Datensicherheit anspricht. Einige im Publikum murren – aber nur ein ganz kleines bisschen. Es ist kaum vernehmbar…

+++Wann sollten Kinder mit Technologie anfangen?“+++
Die perfekte Frage für den frischgebackenen Vater. Er erzählt zunächst, welche Rolle Technologie in seiner Jugend gespielt habe. Er habe zunächst seine eigenen Computerspiele programmiert. Aber angesichts der rasanten Veränderungen müsse das immer wieder neu justiert werden. Seine Tochter Max dürfe sich aber nicht bei Facebook anmelden, bis sie 13 ist – wie in den Regeln vorgeschrieben.

+++Der Applaus nach Zuckerbergs Hatespeech-Ansprache+++

+++Klares Statement+++
„Hasskommentare haben keinen Platz auf Facebook“ sagt Zuckerberg zu dem Thema, dass wohl vielen im Publikum wichtig ist. Der Konzern habe dabei aber noch viel Arbeit vor sich. In Berlin arbeite ein Team von rund 200 Leuten daran, Hasskommentare herauszufiltern. „Wir haben die Botschaft gehört und verstanden.“

+++Live-Videos+++
Ein Fragesteller verwirrt Zuckerberg mit höchst seltsamen Denglisch. Die Halle lacht. Dann bringt er es doch noch heraus: „Werden Videos bald live über Facebook sendbar sein?", fragt der Nutzer. „Yes“ antwortet Zuckerberg und erntet großen Applaus. Jeder solle die Möglichkeit haben, Inhalte zu senden. Facebook arbeite derzeit an der enstprechenden Infrastruktur. Zuckerberg schwärmt von Live-Videos als „rohe, emotionale Mitteilungen aus dem Bauch“. Brave Fragen, braves Publikum, braver Applaus.

+++Zuckerberg über Berlin+++
Für Zuckerberg ist die deutsche Hauptstadt ein ganz besonderer Platz. „Ich fühle mich wirklich zu Hause in Berlin“, sagt er. Ähnlich wie Facebook befinde sich die Stadt in einem stetigen Entwicklungsprozess. „Berlin ist auch nur zu einem Prozent fertig, das ist sehr inspirierend für mich“.

+++Die Spielregeln+++
Zwei Moderatoren sagen auf der Bühne, welchen Themen man keine Fragen stellen darf: zu Firmenanteilen und Übernahmen. Im Übrigen darf, wer einmal draußen ist, nicht mehr raus. Trotzdem gibt es warmen Applaus.

+++Es geht los+++
Das Licht im Saal wird abgedimmt, gleich dürfte Zuckerberg auf die Bühne treten.

+++Noch fünf Minuten - der Saal ist brechend voll+++

+++Keine Frage für Anwalt Jun+++
Anwalt Jun berichtet, dass er, während er auf seinem Platz saß, von zwei Facebook-Mitarbeitern angesprochen worden sei. „Are you the lawyer?“, habe einer wissen wollen. „Yes, I am a lawyer“, habe er geantwortet. Ganz offensichtlich war Jun aber genau der Anwalt, den die beiden gesucht hatten. Jun hat bekanntlich Zuckerberg wegen Volksverhetzung verklagt. Die zwei Facebook-Mitarbeiter haben ihn gebeten, sich während der Veranstaltung ruhig zu verhalten. Offenbar fürchten sie einen Eklat. Jun verspricht keinen Ärger zu machen und darf auf seinem Platz bleiben. Zwei Facebook-Mitarbeiter rahmen ihn ein.

+++Die Bühne ist bereitet+++

+++Kritischer Anwalt ist dabei+++
Der Würzburger Anwalt Chan-jo Jun, der Zuckerberg wegen Volksverhetzung angezeigt hat, sitzt im Mittelblock in Reihe sieben. Er will Zuckerberg fragen: „Lieber Mark, deutsche und amerikanische Werte unterscheiden sich nicht groß. Es wäre einfach, beide zu respektieren. Würde Facebook sich an deutsches Recht halten, hätten sich alle Beschwerden und Anzeigen, die ich gegen Sie und Ihr Netzwerk angestrengt habe, augenblicklich erledigt. Wäre Facebook nicht ein noch viel großartigerer Ort, wenn dort neben den Gemeinschaftsrichtlinien auch deutsche Gesetze respektiert würden?“

+++Die Presse sitzt hinten+++

Journalisten dürfen heute übrigens keine Fragen stellen.

+++Wovor hat Zuckerberg Angst?+++

+++Live-Übertragung im Stream+++
Um 13 Uhr soll es in der Berlin Arena losgehen. Hier geht es zum Livestream.

++Schulz mahnt zu mehr Datenschutz+++
Der Schutz der Privatsphäre und der Datenschutz werde sicher zentrale Themen der Fragerunde sein. EU-Parlamentspräsident Martin Schulz forderte Zuckerberg am Donnerstag zum verantwortlichen Umgang mit Nutzerdaten auf. „Wir in Europa messen dem Datenschutz große Bedeutung bei“, sagte Schulz ei einer Preisverleihung für Zuckerberg beim Axel-Springer-Verlag . Wer persönliche Daten nutze, um einen siebenstelligen Gewinn zu erwirtschaften, müsse sicherstellen, dass die Eigentümer ausdrücklich zustimmten.

+++Ohne Hoodie oder T-Shirt+++
Gestern Abend hat Zuckerberg bereits den erstmals verliehenen Axel Springer Award entgegengenommen. Überraschenderweise kam der Facebook-Chef zu der Gala im anthrazitfarbenen Anzug. Für das Townhall-Meeting in Berlin dürfte der Facebook-Chef aber wohl wieder sein bewährtes graues T-Shirt wählen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%