Marke Panasonic
Matsushita macht deutsche DVD-Tochter dicht

Der japanische Elektronikkonzern Matsushita hat angekündigt, seine deutsche DVD-Tochter Panasonic AVC Networks Germany GmbH (PAVCG) aus Peine in Niedersachsen bis Ende März 2007 zu schließen. Es ist nicht der einzige Beschluss dieser Art in Deutschland.

HB TOKIO. Die Entscheidung teilte der Konzern – bekannt für seine Marke Panasonic – am Freitag mit. Die Schließung sei Teil der Umstrukturierung im DVD-Rekordergeschäft und erfolge angesichts des zunehmenden globalen Preiswettbewerbs. Die künftige Produktentwicklung von DVD-Rekordern für den europäischen Markt werde nach Japan verlagert, hieß es weiter. Die Produktion für den europäischen Markt werde künftig von der slowenischen Tochter Panasonic AVC Networks Slovakia (PAVCSK) sowie einem Fertigungs-Vertragspartner der PAVCSK übernommen.

Die 1982 gegründete deutsche Tochter Panasonic AVC Networks erzielte im Geschäftsjahr 2005/2006, das am 31. März endete, einen Nettoertrag von 579 000 Euro bei 219 Mill. Euro Umsatz. Mitarbeiter und Umsatz waren in den vergangenen Jahren heftig geschrumpft. Im Jahr 2000 hatte das Unternehmen noch 260 Mill. Euro Umsatz eingefahren mit 855 Mitarbeitern.

Was mit den aktuell 151 Beschäftigten geschehen werde, stehe noch nicht fest, sagte ein Sprecher. Eine Option sei, dass sie zu anderen Unternehmen der Konzerngruppe kämen. Doch auch hier wird kräftig gestutzt.

So will Matsushita das Panasonic-Bildröhrenwerk in Esslingen schließen. Das Unternehmen hatte die Entscheidung zur Schließung mit dem Preisverfall bei Bildröhren begründet. Die Produktion ist nach Angaben des Geschäftsführers des Esslingers Werks bereits Ende Februar komplett eingestellt worden. Allen Mitarbeitern sei zum 31. Juli dieses Jahres betriebsbedingt gekündigt worden, sagte Eberhard Büttner, Geschäftsführer der MT Picture Display Germany GmbH, einer Tochtergesellschaft der japanischen Werkseigentümer Matsushita und Toshiba. „Eine alternative Produktion ist mit den Anlagen leider nicht möglich“, sagte Büttner. In einer Standortstudie würden jedoch Nachnutzungs- und Entwicklungsmöglichkeiten geprüft.

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