Marken-Award Marken aus Zucker und Stahl

Menschen werden zu Marken: Diesen Trend verkörpert kaum ein Prominenter so überzeugend wie Barbara Schöneberger. Beim Marken-Award in Düsseldorf wurden weitere Erfolgsgeschichten der Branche ausgezeichnet.
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„Du musst eine Marke auswählen, mit der du dich komfortabel fühlst“

„Du musst eine Marke auswählen, mit der du dich komfortabel fühlst“

DüsseldorfYoutube-Stars wurden lange Zeit belächelt. Doch viele der meist jungen Menschen, die in Onlinevideos von sich und ihrem Alltagsleben berichten, haben es zu einiger Prominenz geschafft. Sie heißen heute Influencer – und werden von der Marketingindustrie hofiert. Einige der Youtuber wie etwa die Kölnerin Bianca Heinicke, genannt Bibi, sind selbst zu Marken geworden. Ihr Kanal „Bibis Beauty Palace“ hat mehr als vier Millionen Abonnenten. Eine gigantische Reichweite, die eine passgenaue Zielgruppe trifft.

Mit diesem Rückenwind brachte Heinicke 2014 eine eigene Kosmetikmarke auf den Markt: Bilou heißt ein Duschschaum, den es in süßen Duftnoten wie „Tasty Donut“ gibt. Es war das erste Mal, dass eine Marke im Internet entstand und in der analogen Welt Erfolg feierte: Der Duschschaum brachte es auf einen Umsatzmarktanteil von fast zehn Prozent.

Für diese Leistung erhielt Bilou am Dienstag in Düsseldorf den Marken-Award für die „Beste Marken-Digitalisierung“. Dahinter steht die Firma Nuwena, an der Heinicke Anteile hält. Heinicke nahm den Preis zwar nicht entgegen, an prominenten Gesichtern fehlte es bei der diesjährigen Verleihung allerdings keineswegs.

Alljährlich vergeben die zur Verlagsgruppe Handelsblatt gehörende Zeitschrift „Absatzwirtschaft“ und der Deutsche Marketingverband den Markenpreis für exzellente Leistungen in der Markenführung. Die Unternehmen müssen sich für diese Auszeichnung selbst bewerben. Zur Jury gehören Experten wie Marketingprofessor Franz-Rudolf Esch, Agenturchefs wie Hubertus von Lobenstein (Aimaq von Lobenstein) und Andreas Mengele (Heimat) oder auch Opel-Marketingchefin Tina Müller.

Das sind die Marken mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis
Alkoholfreie Getränke: Gerolsteiner
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Mit einem Ergebnis von 16,9 Punkten ist Gerolsteiner unter den alkoholfreien Getränken die Marke mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Darauf folgen auf Platz zwei Coca-Cola mit 13,3 Punkten und Selters mit 12,6 Punkten. Platz 4: Erdinger Alkoholfrei (12,3); Platz 5: Krombacher Alkoholfrei (11,8).

Das Ranking hat die Marktforschungsfirma Yougov in einer Studie ermittelt, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt. In 31 Kategorien haben deutsche Verbraucher ihr Votum für die preisgünstigste Marke abgegeben. Yougov hat dazu jeden Tag etwa 2400 deutsche Verbraucher befragt. Hier lesen Sie mehr zu dem Thema.

Biere: Krombacher
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In der Kategorie der alkoholhaltigen Getränke kommt die Marke Krombacher mit 19,4 Punkten auf den ersten Platz. Das Bier mit dem zweitbesten Preis-Leistungs-Verhältnis ist nach Ansicht der Befragten Oettinger mit 17,2 Punkten. Rothaus Tannenzäpfle liegt mit 15,5 Punkten auf Platz drei. Platz 4: Radeberger (13,5); Platz 5: Bitburger (13,3)

Heißgetränke: Goldmännchen
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Bei den Heißgetränken führt die Teemarke Goldmännchen mit 27,6 Punkten das Ranking an - dicht gefolgt von Tchibo-Kaffee, der in den Umfragewerten auf 26,7 Punkte kommt. Mit 24,0 Punkten erreicht die Firma Teekanne den dritten Platz. Platz 4: Bellarom (23,3); Platz 5: Melitta (21,7)

Lebensmittel: Landliebe
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Platz eins beim Preis-Leistungs-Verhältnis in der Kategorie der Lebensmittel erobert die Molkerei Landliebe mit einem Ergebnis von 21,4 Punkten. Zweitplatzierter ist Ehrmann-Almigurt, der auf 20,7 Punkte kommt. Dr. Oetker platziert sich mit 20,6 Punkten knapp dahinter. Platz 4:Maggi (19,9); Platz 5: Knorr (19,9)

Süßwaren: Haribo
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Deutlich vorne in der Kategorie Süßwaren liegt Haribo mit einem Wert von 36,0 Punkten und macht damit auch die Verbraucher froh. Zudem kommt die Eigenmarke Goldbären mit einem Wert von 25,1 auf Platz zwei. Werther´s Original, Phantasia und Katjes folgen auf den Plätzen drei bis fünf mit Ergebnissen von 20,5 Punkten, 19,1 Punkten beziehungsweise 18,6 Punkten. Platz 4:Phantasia (19,1); Platz 5: Katjes (18,6)

Snacks: Ritter-Sport
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In dieser Kategorie sprechen die Umfrageteilnehmer den Traditionsmarken Ritter Sport, Milka und Toffifee ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis aus. Ritter Sport liegt mit 33,1 Punkten auf dem ersten Platz, Milka und Toffifee folgen mit 30,6 beziehungsweise 20,6 Punkten auf den Plätzen zwei und drei. Platz 4: Hanuta (20,3); Platz 5: Duplo (19,6)

Gastronomie: Ikea Restaurant
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Das Preis-Leistungs-Verhältnis des Ikea-Restaurants liegt mit 33,2 Punkten auf dem ersten Platz. Mit Angeboten wie einem Hot-Dog für einen Euro oder aber einem kompletten Frühstücksangebot für 1,50 Euro lockt das schwedische Möbelhaus die Kunden nicht nur nach dem Möbelkauf in seine Restaurants. Nordsee und Tchibo rangieren mit 26,1 beziehungsweise 19,5 Punkten auf den Plätzen zwei und drei. Platz 4: Ditsch (11,3); Platz 5: Block House (10,9)

Youtuberin Heinicke verspricht: „Das Bilou-Team entwickelt schon die nächsten ausgefallenen Duftrichtungen und Produkte. Es wird also keineswegs bei den bereits bekannten Dusch- und Cremeschäumen bleiben.“ Auch die beiden Nuwena-Verantwortlichen versprachen auf der Bühne: Da kommt noch was.

Menschen werden zu Marken: Diesen Trend verkörpert kaum ein Prominenter so überzeugend wie die Moderatorin Barbara Schöneberger. Die 43-Jährige moderiert Sendungen wie die „NDR Talk Show“, führt durch den Deutschen Fernsehpreis und hat seit vergangenem Jahr eine eigene Frauenzeitschrift namens „Barbara“, die das Hamburger Verlagshaus Gruner + Jahr herausbringt. Die Markenjuroren zeichnen sie deshalb dieses Jahr zur „Besten Marken-Persönlichkeit“ aus.

Schönebergers Geheimrezept, so sagt sie selbst, ist die Fokussierung auf wenige Kernwerte: „Gute Laune und Witz, Vollweib sein sowie Spaß am Essen.“ Barbara Schöneberger will sich selbst nicht so wirklich als Marke sehen, wie sie mit dem Preis in der Hand auf der Bühne sagte: „Ich sehe mich eher als Dienstleisterin.“ Die Laudatio hielt ihr Kollege Michael Bully Herbig, der die Auszeichnung im vergangenen Jahr erhielt.

In der Kategorie „Bester Marken-Relaunch“ gewann der Industriekonzern Thyssen-Krupp. Ende 2013 startete das Essener Unternehmen einen Erneuerungsprozess, der nicht nur einen neuen Slogan („engineering. tomorrow. together“), ein neues Logo und eine neue Schreibweise beinhaltete, sondern auch eine direktere Art der internen Kommunikation mit sich brachte.

Ein Traditionskonzern in Turnschuhen
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