Marktanteil ausgebaut
Motorola pirscht sich an Nokia heran

Motorola hat im ersten Quartal wie erwartet einen Gewinnrückgang verbucht. Dennoch frohlockte das Unternehmen, hat es doch nach eigenen Angaben von den verkauften Mobiltelefonen her zum Weltmarktführer Nokia ein Stück weit aufgeschlossen.

HB CHICAGO. Das US-Unternehmen erzielte von Januar bis März einen Rekord-Verkaufserlös von 10 Mrd. Dollar (8,16 Mrd. Euro) im Vergleich zu 8,2 Mrd. Dollar im Vorjahr. Der Nettogewinn fiel laut Unternehmensangaben vom Dienstag hingegen von 692 auf 686 Mill. Dollar. Der Mobiltelefon-Absatz ging um 61 Prozent auf 46,1 Mill. Stück in die Höhe. Der Marktanteil weltweit lag bei geschätzten 21 Prozent und stieg damit im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres um 4,8 Prozent. Nokias Marktanteil lag im Gesamtjahr 2005 bei 32,5 Prozent. Der Umsatz mit Mobiltelefonen kletterte bei Motorola im Quartal um 45 Prozent auf 6,4 Mrd. Dollar.

Den Gewinnrückgang erklärte Motorola mit einem schwächeren Netzwerkgeschäft und Ausgaben für Aktienoptionen. Zudem hatte im Vorjahreszeitraum ein Beteiligungsverkauf das Ergebnis verbessert. Die Analysten hatten den Rückgang deshalb erwartet.

Die Motorola-Aktien gaben nichtsdestotrotz nachbörslich um 5 Prozent nach. Analysten zeigten sich vor allem von der gesunkenen Umsatzrendite enttäuscht. Sie fiel trotz des starken Handy-Geschäfts von fast 33 Prozent vor einem Jahr auf 30,2 Prozent . „Das ist der Grund weshalb sie abgestraft werden“, sagte Ed Snyder von Charter Equity Research.

„Die einzige Schwäche im Quartal war das Netzwerkgeschäft in Asien“, sagte Konzern-Chef Ed Zander. Auftragseingang und Nachfrage in der Sparte hätten nicht den internen Zielen entsprochen. Der Netzwerk-Umsatz fiel um 14 Prozent auf 1,43 Mrd. Dollar. Der Betriebsgewinn ging um fast 44 Prozent zurück. Ohne Restrukturierungskosten von 21 Mill. Dollar lag der Spartengewinn fast 35 Prozent unter dem Vorjahresergebnis.

Im zweiten Quartal erwartet der Konzern einen Gewinn von 30 bis 32 Cent je Aktie – ohne Kosten für Aktienoptionen von 2 Cent je Papier. Das abgeschlossene Quartal mit seinem Gewinn von 27 Cent je Aktie war in gleicher Höhe von den Aktienoptionen betroffen. Der Umsatz im zweiten Quartal soll zwischen 10,3 und 10,5 Mrd. Dollar liegen. Analysten rechnen im Schnitt mit einem Gewinn von 29 Cent je Anteilsschein bei einem Umsatz von 10 Mrd. Dollar. Dabei haben sie gewöhnlich Ausgaben für Aktienoptionen in ihre Schätzungen einkalkuliert.

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