Marktführer der Programmzeitschriften blieb „TV 14"
Auflagenminus bei "Spiegel" und "Stern"

Das erste Quartal 2004 brachte den Hamburger Magazinen „Stern“ und „Der Spiegel“ ein leichtes Auflagenminus, dem Münchner Konkurrenzblatt „Focus“ ein kleines Plus.

HB HAMBURG. Während „Focus“ besonders den Einzelverkauf steigerte, legten „Spiegel“ und „Stern“ bei den Abonnements zu. Das ergibt sich aus Mitteilungen der Verlage sowie den am Mittwoch veröffentlichten Zahlen der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW).

Der „Stern“ erreichte eine durchschnittliche verkaufte Auflage von 1,088 Millionen, 4,7 Prozent weniger als im gleichen Quartal des Vorjahres. „Der Spiegel“ kam auf 1,081 Millionen, ein Minus von 3,8 Prozent. Beide Verlage betonten, dass der Vergleich zum 1. Quartal 2003 nur bedingt möglich sei, da beide Magazine während des Irak- Krieges besonders viele Exemplare verkauft hatten. Als Erfolg verbuchten sie die Steigerung der Abonnentenzahlen. Sie wuchs beim „Spiegel“ um 7,8 und beim „Stern“ um 5,4 Prozent.

„Focus“ legte bei der verkauften Auflage um 1,0 Prozent auf 798 000 zu. Auch hier zeigte sich der Verlag „sehr zufrieden“, insbesondere mit dem „satten Zuwachs“ im Einzelverkauf, wo ein Plus von zehn Prozent verbucht wurde.

Unter den überregionalen Tageszeitungen, deren Auflage insgesamt weiter zurückging, meldeten die „Financial Times Deutschland“ (FTD) und die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) Zuwächse. Die „FAZ“- Auflage stieg um 1,9 Prozent auf 386 000, die „FTD“ wuchs um 3,9 Prozent auf 94 000. Europas auflagenstärkstes Blatt, „Bild“, büßte weitere 4,9 Prozent ein und kam auf 3,781 Mill. Exemplare. „Die Welt“ verlor 3,1 Prozent und verkaufte 203 000 Exemplare, die „Frankfurter Rundschau“ erreichte 181 000 (minus 2,4 Prozent), das „Handelsblatt“ 144 000 (minus 0,4 Prozent) und die „tageszeitung“ 58 000 (minus 5,1 Prozent). Die „Süddeutsche Zeitung“, Marktführer unter den überregionalen Abonnementszeitungen, hatte diesmal die Zahlen nicht rechtzeitig gemeldet.

Erneut stabil war die Auflage der Wochenzeitung „Die Zeit“, die mit 460 000 um 0,9 Prozent zulegte. Auch die „Welt am Sonntag“ war mit 402 000 (minus 0,2 Prozent) auf Vorjahresniveau. „Bild am Sonntag“ büßte 7,2 Prozent ein und kam auf 2,036 Mill. Exemplare. Bei den Publikumszeitschriften war die Tendenz ebenfalls insgesamt negativ. Ein Plus verbuchte wieder „Gala“, wo die Auflage um 4,5 Prozent auf 360 000 wuchs. Die „Bunte“ erreichte 739 000 (minus 2,6 Prozent), „Super Illu“ 617 000 (minus 3,8 Prozent) und „Neue Revue“ 257 000 (minus 9,3 Prozent).

Marktführer der Programmzeitschriften blieb „TV 14“, die als einziger Massentitel die Auflage um 3,7 Prozent auf 2,345 Mill. weiter steigern konnte. „TV Movie“ kam auf 2,071 Mill. (minus 7,0 Prozent) und „TV Spielfilm“ auf 1,993 Mill. (minus 1,6 Prozent). Alle erscheinen 14-tägig. Von den wöchentlich erscheinenden Titeln erreichte die „Hörzu“ 1,788 Mill. (minus 4,9 Prozent), „Auf einen Blick“ 1,694 Mill. (minus 4,2 Prozent) und „TV Hören und Sehen“ 1,324 Mill. (minus 6,4 Prozent).

Die im Dezember 2003 neu auf den Markt gebrachte Zeitschrift „Audio Video Foto Bild“ wurde im 1. Quartal 2004 mit durchschnittlich 658 000 verkauften Exemplaren auf Anhieb Marktführer in diesem Bereich. Der Axel Springer Verlag verwies darauf, dass das Blatt damit fast so viele Exemplare verkauft habe wie alle anderen Titel des Marktsegments zusammen.

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