Marktkonsolidierung
Telekomchef erwartet Ende des DSL-Preisverfalls

Der Preisrückgang bei DSL-Internetanschlüssen wird sich nach Einschätzung von Telekom -Chef Rene Obermann im kommenden Jahr verlangsamen. Grund dafür seien die im Markt erwarteten Firmenzusammenschlüsse.

HB FRANKFURT. "Das gegenwärtige Preisniveau ist zwar nach unten noch nicht vollkommen ausgereizt, aber die Abwärtsdynamik wird sich in den nächsten zwölf bis 18 Monaten abschwächen", sagte Obermann der "Börsen-Zeitung" laut einem vorab veröffentlichten Interview. Als Hintergrund nannte Obermann die im Markt erwarteten Firmenzusammenschlüsse: "Die Konsolidierung ist im Interesse aller Anbieter, die diesem massiven Preisdruck ausgesetzt sind."

Die Telekom werde den angestrebten Marktanteil von mindestens 40 Prozent der Neukunden im DSL-Geschäft im zu Ende gehenden Jahr voraussichtlich übertreffen, sagte Obermann. Der Konzern könne damit jedoch den Rückgang im Geschäft mit herkömmlichen Telefonanschlüssen vorerst nicht wettmachen. "Den Umsatzrückgang werden wir im Festnetz im nächsten Jahr nicht komplett aufhalten können, aber wir versuchen, eine möglichst weiche Landung hinzubekommen", kündigte der Telekom -Chef an.

Das Kundenwachstum der seit Juli angebotenen Billigmarke Congstar hat sich Obermanns Angaben zufolge nach dem Start eines Prepaid-Angebots beschleunigt. "Es kommt täglich eine vierstellige Kundenzahl hinzu", sagte er der Zeitung. Im Oktober hatte Obermann noch von einem täglichen Zuwachs von bis zu 800 Kunden gesprochen. Anfang Dezember habe Congstar rund 50 000 Vertragskunden für DSL- und Mobilfunkangebote gezählt.

Obermann kündigte an, Übernahmen auch in Ländern zu prüfen, in denen die Telekom bisher keine Netze unterhält. Das gelte auch für Schwellenländer, wenn sich dort wirtschaftlich attraktive Möglichkeiten ergäben.

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