Marktmissbrauch vermutet
EU-Verfahren gegen Microsoft vor Entscheidung

Seit Jahren läuft ein Wettbewerbsverfahren der gegen den Softwareriesen Microsoft wegen vermuteten Marktmissbrauchs. Von kommender Woche an soll dieses Verfahren abgeschlossen werden

HB BRÜSSEL. An diesem Montag (15. März) entscheiden Vertreter der EU-Staaten im so genannten Beratenden Ausschuss hinter verschlossenen Türen darüber, ob Microsoft EU-Wettbewerbsrecht verletzte. Genau eine Woche später wird dieser Ausschuss über das mögliche Bußgeld beraten. Die Entscheidung der Kommission wird weiterhin für den 24. März erwartet, hieß es am Donnerstag in Brüssel.

Dem Konzern droht ein Bußgeld. Beobachter halten einen dreistelligen Millionenbetrag für möglich. Die Kommission hält die die Koppelung des Windows-PC-Betriebssystems mit dem Windows-Media-Player für bedenklich. Die Behörde will hier für mehr Wettbewerb sorgen. Zudem geht es bei dem Verfahren um eine vermutete Ausweitung der beherrschenden Stellung bei PC-Betriebssystemen auf den Markt der einfachen Server-Betriebssysteme. Die Monti-Behörde verlangt technische Angaben zu den so genannten Schnittstellen, um Konkurrenten bei den Servern den Wettbewerb zu Microsoft zu ermöglichen. Microsoft bestritt bisher ein illegales Geschäftsverhalten.

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