Masayoshi Son und T-Mobile US
Selfmade-Milliardär startet einen neuen Angriff

Masayoshi Son ist einer der reichsten Männer Japans. 2014 scheiterte er mit der Übernahme der Telekom-Tochter T-Mobile. Doch jetzt startet er offenbar einen neuen Versuch – und setzt auf den künftigen US-Präsidenten.

FrankfurtZwei Jahre nach dem Platzen des jüngsten Fusionsversuchs wirbt der japanische Milliardär Masayoshi Son erneut um die Telekom-Tochter T-Mobile US. Er will sie offenbar mit dem eigenen Amerika-Ableger Sprint zusammenlegen. Son habe entsprechende Pläne nicht aufgegeben, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Personen, die mit seinen Überlegungen vertraut sind.

Der Japaner hoffe, dass bei der nächsten Wahl im November ein Präsident ins Weiße Haus einzieht, der einer Konsolidierung in der US-Mobilfunkbranche aufgeschlossen gegenübersteht. Der erste Kaufversuch 2014 war am Nein der US-Administration gescheitert.

Analysten bewerten den neuen Anlauf, wenn er denn wirklich passiert, als hochrisikoreich für Son. Und der Telekom könnte es entgegen vorheriger Pläne nun immer schwerer fallen, sich von T-Mobile US zu trennen. Vor einigen Jahren sei der Druck, die Firma loszuschlagen, viel größer gewesen, sagte NordLB-Analyst Wolfgang Donie. „Doch nun ist das Amerika-Geschäft die große Wachstumstory des Konzerns.“

Son ist einer der bekanntesten Charaktere in der globalen Telekom-Branche. Mit 17 Milliarden Dollar Vermögen zählt er zu den reichsten Männern Japans. Der erste Anlauf des 59-Jährigen zum Kauf der Telekom-Tochter fing eigentlich gut an. Ausgestattet mit dem Selbstbewusstsein eines Selfmade-Milliardärs, versuchte er im Sommer vor zwei Jahren Washington zu erobern.

Son argumentierte, dass der Vorsprung der beiden großen US-Mobilfunkanbieter, AT&T und Verizon, nur durch eine Kombinationen der kleineren Rivalen Sprint und T-Mobile US aufzuholen wäre. Auf sich allein gestellt komme Sprint langfristig nicht über die Runden. Dies legte er in vielen Gesprächen mit Entscheidungsträgern und einer Werbekampagne dar.

Doch die Wettbewerbshüter ließen sich nicht erweichen und pochten darauf, dass Amerikaner die Auswahl zwischen vier landesweiten Anbietern haben sollten. Das Dogma hat Gültigkeit seit 2011: Damals war ein Verkauf von T-Mobile US an AT&T in letzter Minute am Veto der Kartellbehörden gescheitert, mit der gleichen Begründung.

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Selfmade-Milliardär startet einen neuen Angriff

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T-Mobile dürfte deutlich teurer werden

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