Massiver Stellenabbau
Bei Yahoo fallen 2000 Arbeitsplätze weg

Von den verbleibenden 14.000 Arbeitsplätzen will der Internet-Konzern weitere 2000 streichen. Kreisen zufolge soll das allerdings erst „die Spitze des Eisbergs“ sein. Weitere Kürzungen sollen folgen.
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New York/San FranciscoDer kriselnde Internet-Konzern Yahoo streicht bei seinem nächsten massiven Stellenabbau rund 2000 der noch 14.000 Arbeitsplätze. CEO Scott Thompson kündigte am Mittwoch den Abbau von etwa 15 Prozent der Belegschaft an, damit der US-Konzern „kleiner, wendiger, profitabler“ werden könne. Damit sollen rund 375 Millionen Dollar im Jahr eingespart werden. Die betroffenen Mitarbeiter sollen über den Wegfall ihrer Jobs oder einen schrittweisen Übergang unterrichtet werden. Die Belegschaft hat bereits mehrere Runden von teilweise massiven Einschnitten hinter sich.

Das Ziel sei, „unsere Nutzer und Werbekunden“ wieder an erste Stelle zu setzen, sagte Thompson. Einzelheiten sollen bei der Veröffentlichung der Quartalszahlen am 17. April vorgelegt werden. Yahoo-Aktien lagen etwa ein Prozent im Minus.

Der Internet-Pionier kämpft schon seit Jahren gegen den Rückgang der Werbeumsätze an. Rivalen wie Google und Facebook nehmen Yahoo Marktanteile weg. Im Herbst wurde nach rund zwei Jahren Konzernchefin Carol Bartz gefeuert, jetzt soll der frühere Ebay-Manager Scott Thompson die Wende schaffen. Die neuen Kürzungen werden zunächst 125 bis 145 Millionen Dollar vor Steuern für Mitarbeiter-Abfindungen kosten.

Das zum „Wall Street Journal“-Netzwerk gehörende Blog „All Things Digital“ hatte bereits in der Nacht zum Mittwoch von den geplanten Stellenstreichungen berichtet. Das sei aber erst „die Spitze des Eisbergs“, weil in den kommenden Monaten weitere große Kürzungen bevorstünden, hieß es unter Berufung auf informierte Kreise.

Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Yahoo mit 14.000 Mitarbeitern einen Umsatz von knapp fünf Milliarden Dollar, während Facebook mit 3200 Angestellten auf 3,7 Milliarden Dollar kam.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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