Massiver Stellenabbau
Telekom trennt sich von 32 000 Mitarbeitern

Die Deutsche Telekom trennt sich in den nächsten drei Jahren von 32 000 Mitarbeitern im Inland. Der weltweite Umbruch der Branche mache dies notwendig, begründete der Konzern am Mittwoch den Personalabbau.

HB FRANKFURT. Von dem geplanten Abbau fast eines Fünftels der Stellen am stärksten betroffen ist die Festnetzsparte T-Com, die am Heimatmarkt mit einer starken Konkurrenz zu kämpfen hat. Die Arbeitsplätze würden von Anfang 2006 bis Ende 2008 gestrichen, teilte die Deutsche Telekom am Mittwoch mit. Ende Juni beschäftigte die Telekom in Deutschland 169 300 Mitarbeiter. 7 000 der 32 000 Betroffenen würden endgültig aus der Telekom-Auffanggesellschaft Vivento ausgegliedert und bei anderen Firmen, etwa in Call-Centern, beschäftigt. Dem geplanten Personalabbau stünden geplante Einstellungen von 6 000 Mitarbeitern gegenüber, womit sich die Zahl der Mitarbeiter unter dem Strich um 19 000 reduziere. Einstellen will die Telekom unter anderem in ihren Vertriebsgesellschaften, auch Auszubildende sollen stärker übernommen werden.

„Der weltweite Umbruch der Branche, die rasante technologische Entwicklung und besonders der regulierungsbedingt harte Wettbewerb im Festnetz- und Breitbandbereich in Deutschland stellen den gesamten Konzern vor verschärfte Herausforderungen“, erläuterte Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke. „Einerseits müssen wir in bisherigen Kernmärkten Stellen abbauen, andererseits besteht die Chance, in neuen innovativen Märkten Stellen zu schaffen.“ Den Aufwand für den Stellenabbau und die neuen Stellen im Konzern bezifferte die Telekom auf rund 3,3 Mrd. €, verteilt auf die nächsten drei Jahre.

Vom Personalabbau am stärksten betroffen ist T-Com. 20 000 Stellen sollen bei der Festnetztochter bis 2008 wegfallen. Ende Juni beschäftigte T-Com im Inland 81 000 Mitarbeiter. T-Com steht vor dem Problem, im klassischen Telefongeschäft Marktanteile zu verlieren. Auch im Wachstumsmarkt Breitband wird die Konkurrenz ständig größer. T-Com-Chef Walter Raizner hatten eine Neuausrichtung der Sparte angekündigt. 5 500 der insgesamt 27 000 Stellen, die gestrichen werden sollen, entfallen auf die Geschäftskundensparte T-Systems, weitere 1 500 auf die Konzernzentralen. Die Zahl der Mitarbeiter, die gehen müssen, unterscheidet sich von der Zahl der Stellen, die gestrichen werden sollen, weil auch Teilzeitkräfte betroffen sind, die beispielsweise nur halbe Stellen innehaben.

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