Mathias Döpfner im Porträt
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Am Donnerstagabend wenigstens war alles fast wie normal. Mathias Döpfner arbeitete konzentriert am Zapfhahn auf der Weihnachtsfeier des Axel Springer Verlags. Der Schöngeist mit der schicken Kellnerschürze schenkte wie am Fließband Beck’s- Bier für die vielen hundert Mitarbeiter in der Berliner Springer-Passage aus. Das ist gut für den Corpsgeist von Europas größtem Zeitungskonzern.

HB BERLIN. Denn normal ist derzeit wenig im Hause Springer. Und deshalb wirkt der Vorstandschef in letzter Zeit nicht so ruhig wie gewohnt. Als angespannt nehmen seine Mitarbeiter den 1,92 Meter großen Freund eleganter Krawatten wahr. Verwundern kann das nicht – er kämpft um das Geschäft seines Lebens: die drei Milliarden Euro teure Übernahme des Fernsehkonzerns Pro Sieben Sat 1. Döpfner wirft sich persönlich bei den Wettbewerbshütern in die Bresche, um Bedenken gegen die Fusion Springers mit der Sendergruppe zu zerstreuen.

„Der liebe Gott hat ihm ein rhetorisches Talent geschenkt“, sagt ein ehemaliger Springer-Vorstand über den früheren Musikjournalisten Döpfner. Diese Begabung hatte er auch am Dienstag in Potsdam wieder eingesetzt. In den Räumen der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) zeigte sich der Springer-Chef, der gar nicht weit von der Wettbewerbsbehörde wohnt, von seiner angenehmen Seite. „Bei seinem Auftritt war er flexibel, geschmeidig und eloquent“, berichten Beteiligte.

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