Medien
Constantin rutscht in die roten Zahlen

Ein schwächelndes Sportgeschäft, Werbekrise und Schwierigkeiten im Geschäft mit Mitmach- und Quizsendungen: Das Medienunternehmen Constantin ist im ersten Halbjahr in die roten Zahlen gerutscht. Das Unternehmen hofft nun auf den Ausgang eines Vergleichs, der zusätzliche Millionen in die Kasse spülen soll.

HB MÜNCHEN. Das schwächelnde Sportgeschäft hat das Medienunternehmen Constantin im ersten Halbjahr in die roten Zahlen gedrückt. Von Januar bis Juni sei ein Verlust von 4,6 Mio. Euro verbucht worden, nach einem Plus von 0,7 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum, teilte die Constantin Medien AG am Donnerstag in München mit.

Der Umsatz kletterte dank der Konsolidierung der Schweizer Highlight Communications von 115 Mio. auf 227,8 Mio. Euro. Auch für das Gesamtjahr stellt sich das Unternehmen weiter auf Belastungen durch das Sportsegment mit dem Bundesliga-Sender DSF ein. Dem Sender machte zuletzt massiv die Werbeflaute zu schaffen.

Constantin Medien ist aus einer Dreier-Allianz der Medienfirmen EM.Sport, der Filmfirma Constantin und der Schweizer Highlight Communications hervorgegangen. Wegen der Probleme im Sportsegment mussten bereits Sport-Vorstand Rainer Hüther und DSF-Chef Oliver Reichert ihren Hut nehmen. Für das Gesamtjahr geht das Unternehmen weiter davon aus, dass das Ergebnis im Sportbereich um einen niedrigen zweistelligen Millionen-Betrag unter den ursprünglichen Planungen liegen dürfte.

Dies werde sich auch auf die Konzernbilanz negativ auswirken, konkrete Zahlen wurden aber nicht genannt. Neben der Werbekrise hatten auch ein massiver Preiskrieg der Sender und zunehmende Schwierigkeiten im Geschäft mit Mitmach- und Quizsendungen dem Unternehmen zugesetzt.

Ausgleichen will Constantin Medien die Belastungen durch einen Sonderertrag aus einem Teilvergleich mit einer Versicherung ehemaliger Vorstände und Aufsichtsräte der Vorgängerfirma EM.TV & Merchandising AG. Daraus erhofft sich das Unternehmen einen Zufluss von brutto 30 Mio. Euro. Der unterschriftsreife Vergleichstext liege bereits vor, die Unterzeichnung sei in Kürze geplant, hieß es. Anschließend müsse eine außerordentliche Hauptversammlung der Einigung noch zustimmen, womit Vorstand und Aufsichtsrat aber rechneten.

In der zweiten Jahreshälfte soll das Sportgeschäft umgebaut werden. "Damit verbunden sind die Straffung der Management-Strukturen und die Realisierung von Kosteneinsparungen", erklärte Constantin Medien.

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