Medien-Karussell
RTL-Chef will nicht zum ORF wechseln

In Österreich hatte man schon fest mit ihm gerechnet, doch jetzt erteilt Gerhard Zeiler dem ORF eine Absage: Der Vorstandschef der RTL-Gruppe will doch nicht Chef beim öffentlich-rechtlichen Sender werden.
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Wien"Ich habe überlegt, mich als ORF-Generaldirektor zu bewerben", räumt Zeiler in einem Interview mit dem österreichischen Nachrichtenmagazin "Profil" ein und benennt dafür "relativ einfache Gründe": Der 55-Jährige ist Österreicher und hatte früher bereits acht Jahre beim ORF gearbeitet. 1994 war er schon einmal zum Generalintendanten gewählt worden.

Nach Informationen des Handelsblatt war man im ORF-Stiftungsrat, dem Aufsichtsgremium des öffentlich-rechtlichen Senders, bereits davon ausgegangen, dass Zeiler für das Amt des Intendanten im Sommer kandidieren wird. Auch in der RTL Gruppe hielten Insider den Wechsel von Luxemburg nach Wien für möglich.

Der Intendanten-Posten wäre für Zeiler indes nur eine Zwischenstation, sagte ein ORF-Kontrolleur dem Handelsblatt und mutmaßte, der Österreicher strebe in seinem Heimatland ein politisches Amt an. Zeiler selbst betont in dem "Profil"-Interview: "Mir liegt Österreich am Herzen, und ich habe eine sehr positiv besetzte, emotionale Verbundenheit mit dem ORF."

Er habe auch Gespräche mit Politikern geführt, unter anderem auch mit dem Bundeskanzler Werner Faymann im Frühjahr 2009. Faymann habe ihn gefragt, ob er bereit wäre, den ORF zu führen. "Damals war meine Antwort: Wenn es wirklich ein breiter Wunsch wäre und man den ORF so führen könnte, dass er erfolgreich sein kann, würde ich es mir überlegen", sagt Zeiler heute.

Seine Absage verbindet er indes mit einer Kritik an österreichischen Politikern: "Ich habe schon nach wenigen Gesprächen erkannt, dass es bei der Frage, wer der nächste ORF-Generaldirektor werden soll, wesentlichen Teilen der Politik nicht darum geht, wer das Unternehmen am besten führen kann, sondern wer willfährig parteipolitische Personalwünsche umsetzt." Daher sei ihm die Entscheidung, nicht zu kandidieren, "relativ leicht gefallen".

Man könne ein Unternehmen wie den ORF nicht erfolgreich führen, "wenn Personalbesetzungen bis zur Abteilungsleiter-Ebene von politischer Seite beeinflusst werden und ständig parteipolitische Personalwünsche geäußert werden", holt Zeiler weiter aus, "es ist ein Problem, wenn eine ORF-Führung heute nicht Herr im eigenen Haus ist und glaubt, nur dann gewählt zu werden, wenn sie politische Postenbesetzungen akzeptiert".

Für Zeiler wäre der Wechsel von RTL zum ORF mit hohen finanziellen Einbußen verbunden gewesen. Als RTL-Chef verdient er fünfmal bis siebenmal so viel wie der ORF-Generaldirektor. Über seine weiteren beruflichen Pläne äußert er sich in dem Interview nur so: "Es ist ja bekannt, dass ich einen langfristigen Vertrag als CEO der RTL Group habe und auch Mitglied des Bertelsmann-Vorstands bin. Und abgesehen davon, dass ich grundsätzlich vertragstreu bin: Das ist eine Tätigkeit, die ich sehr gern ausübe und die mich besonders wegen ihrer internationalen Dimension sehr erfüllt."

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  • na der zeiler is ja wohl nicht so dumm, nicht zu wissen, wie das politische system in Ö funktioniert- und das in potenz beim orf- er war doch schon mal da- das problem ist, dass die schwarzen in ö keinen guten kandidaten- um nicht zu sagen geeigneten- haben. und er wabratz sitzt auch nur auf dem stuhl, weil ihn feymann und die spö über weite strecken tragen- zeiler- machs richtig, bleib in köln...

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