Medien
New York Times braucht 225 Millionen Dollar

Wieder ein Beleg dafür, wie schlecht es der US-Medienbranche geht: Die New York Times Gruppe nimmt eine Hypothek auf ihr neues Verlagsgebäude auf. Der Medienkonzern brauche bis zu 225 Millionen Dollar, schreibt das Flaggschiff der US-Zeitungsbranche in seiner gleichnahmigen Zeitung.

are DÜSSELDORF. Der Medienkonzern hält einen Anteil von 58 Prozent an dem 52-stöckigen Wolkenkratzer, der vom Stararchitekten Renzo Piano entworfen wurde. Laut New York Times hatten sich einige Investoren beschwert, dass zu viel Kapital in dem Gebäude gebunden sei.

Und dieses Kapital könnte die New York Times bald brauchen – sie will sich für mögliche Liquiditätsprobleme rüsten: Deshalb nimmt die Times-Gruppe eine Hypothek auf den unteren Teil des Gebäudes auf und mietet die Fläche zurück.

Hintergrund sind zwei Kreditlinien über bis zu 400 Mio. Dollar. Eine von denen läuft im kommenden Mai aus. In der aktuellen Finanzkrise dürfte es schwer werden, diese Kredite zu erneuern, schreibt das Blatt. Finanzchef James M. Follo schloss nicht aus, dass das erst kürzlich fertig gestellte Verlagsgebäude verkauft und von der Times nur noch gemietet wird.

Schon Ende Oktober hatte der Medien-Newsletter Meedia.de über Probleme bei der Zeitung berichtet. Bei Schulden von 1,1 Mrd. Dollar betrage das Cash-Vermögen der Gruppe nur 46 Mio., hieß es. Das sei nicht viel bei drei Mrd. Dollar Umsatz. Wie die Zeitung selber schreibt, senkte die Rating Agentur Standard & Poor's kürzlich die Kreditwürdigkeit der Times Gruppe. Die Aktie der New York Times Gruppe ist seit Ende April um etwa zwei Drittel zusammengeschnurrt. Am späten Dienstagnachmittag kostete eine Aktie 7,85 Dollar.

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