Medien: Spiegel-Verlag 2008 mit Umsatzrückgang

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Spiegel-Verlag 2008 mit Umsatzrückgang

Die Verlagsgruppe um das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hat 2008 einen Umsatzrückgang verzeichnet. Vor allem im Print-Geschäft sanken die Umsätze. Neue Projekte sollen das Verlags-Wachstum anschieben. Im Januar startet der Verlag mit einem neuen, monothematischen Magazin.

HB HAMBURG. Geschäftsführer Ove Saffe (47), der den Verlag seit September 2008 leitet, prognostizierte in der Medien-Fachzeitung "Horizont" einen Konzernerlös von 330 Millionen Euro, 5,7 Prozent weniger als 2007. Das Betriebsergebnis werde in der Gruppe mit einer zweistelligen Rate unter dem Vorjahreswert (57 Mio Euro) liegen. Zur Gruppe gehören unter anderem auch das "manager magazin", Spiegel Online und Spiegel-TV.

2009 will der Verlag das Ergebnis mindestens halten. "Angesichts rückläufiger Erlöse heißt das: Alle Bereiche müssen auf der Kostenseite gegensteuern", erläuterte Saffe. Gleichzeitig kündigte er eine Wachstumsstrategie mit neuen Projekten oder Akquisitionen an. "Wir sind hellwach, denn das Wachstumspotenzial unserer bestehenden Objekte ist limitiert." Ende Januar startet "Der Spiegel" mit "Spiegel Geschichte" ein alle zwei Monate erscheinendes, monothematisches Magazin zum Preis von 6,80 Euro. Im Print- Kerngeschäft waren die Umsätze 2008 um 6,5 Prozent auf 239 Millionen Euro zurückgegangen.

"Der Spiegel" habe im vergangenen Jahr zehn Prozent seiner Anzeigenerlöse verloren, seine Vertriebserlöse konnten "einigermaßen stabil" gehalten werden, berichtete der Verlagschef. Für 2009 rechnet er derzeit bei dem Magazin erneut mit prozentuell zweistelligen Anzeigenverlusten. Der Manager verwies darauf, dass das Magazin in den vergangenen acht Jahren rund 60 Prozent seiner Anzeigenseiten verloren habe.

Anders sieht es auf der Vertriebsseite aus: Das Magazin habe "gute Chancen", diese Erlöse 2009 zum einen durch "die steigende Auflage" wieder zu erhöhen. Sie lag im 4. Quartal 2008 bei etwa 1,05 Millionen Exemplaren (plus 3,9 Prozent). Zum anderen soll die Erhöhung des Einzelverkaufspreises auf 3,70 Euro (plus 6 Prozent) dazu beitragen. Das Verhältnis von Anzeigen- zu Vertriebserlösen wird sich nach Saffes Einschätzung weiter zugunsten des Vertriebs verschieben: "Ich will die 60-Prozent-Marke nicht ausschließen." Hauptgesellschafter des Verlags ist die Mitarbeiter KG (50,5 Prozent), die übrigen Anteile liegen bei Gruner + Jahr (25,5 Prozent) und den Erben des Verlagsgründers Rudolf Augstein (24 Prozent).

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