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Springer will sich Geld aus Pin-Gruppe sichern

Der Axel Springer Verlag will sich juristisch Mittel aus der Insolvenzmasse der zahlungsfähigen Pin-Gruppe sichern. Aus diesem Grund habe der ehemalige Pin-Mehrheitseigner vor dem Landgericht Köln Klage gegen das Insolvenz-Management eingereicht.

HB BERLIN. Springer will erzwingen, dass bei der Verteilung der Pin-Insolvenzmasse luxemburgisches und nicht wie geplant deutsches Recht angewendet wird. In Luxemburg, wo der Briefdienst seinen Sitz hatte, würden Gesellschafter-Darlehen gleichberechtigt und nicht wie in Deutschland nachrangig behandelt, so dass Springer auf höhe Zahlungen hoffen könnte.

"Wir haben die Darlehen nach luxemburgischen Recht vergeben und wollen auf unsere finanziellen Ansprüche nicht verzichten", sagte die Sprecherin. Durch die Klage könnte sich der Abschluss des Insolvenzverfahrens verzögern. "Wir gehen von Jahren aus und nicht von Monaten", sagte die Sprecherin. Zur Höhe der Darlehen wollte sie sich nicht äußern.

Axel Springer war 2007 mit über 70 Prozent an Pin beteiligt, drehte dem Unternehmen jedoch den Geldhahn zu, nachdem der Bundestag einen Mindestlohn für Briefträger beschlossen hatte. Laut "Süddeutscher Zeitung" planen zwei weitere Pin-Altgesellschafter, die Verlagsgruppen Georg von Holtzbrinck und WAZ, ähnliche Klagen wie Springer. Beide Verlage konnten zunächst nicht für eine Stellungnahme erreicht werden.

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