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Thomson Reuters berichtet über hohen Gewinn

Die meisten Nachrichten, die Thomson Reuters im zweiten Quartal verbreitet hat, waren eher trübe. Geld verdienen kann man allerdings auch damit. Der Nachrichten- und Finanzdatenanbieter konnte zudem seine Prognose für das Gesamtjahr bestätigen.

HB NEW YORK/LONDON. Thomson Reuters macht ungeachtet der weltweiten Finanzkrise weiter gute Geschäfte und bestätigt seine Prognose für 2009. Demnach erwartet der Vorstand vor Währungseffekten steigende Umsätze sowie eine zum Vorjahr vergleichbare operative Rendite im Kerngeschäft, wie Konzernchef Tom Glocer am Donnerstag bekräftigte.

Im zweiten Quartal steigerte das vor mehr als einem Jahr aus der kanadischen Thomson-Gruppe und dem britischen Nachrichten- und Finanzdatenanbieter Reuters entstandene Unternehmen seinen Betriebsgewinn im Kerngeschäft mit Abonnenten um elf Prozent auf 793 Mio. Dollar (551 Mio. Euro). Der Konzernumsatz im fortgeführten Geschäft erhöhte sich binnen Jahresfrist bereinigt um Währungseinflüsse um zwei Prozent auf 3,28 Mrd. Dollar.

Damit schnitt Thomson Reuters besser ab als von vielen Analysten erwartet. Die Aktie gewann in London mehr als fünf Prozent an Wert auf 19,75 Pfund. In New York legte das Papier 2,5 Prozent auf 33,50 Dollar zu. Am Freitag sollen die Anteilseigner auf einem Aktionärstreffen abstimmen, ob die Aktie in London - der Heimat von Reuters - von der Börse genommen wird. Der Anteilsschein würde künftig nur noch in New York und Toronto gehandelt.

Thomson Reuters, das in mehr als 100 Ländern gut 50 000 Menschen beschäftigt, verkauft seine Nachrichten und Finanzprodukte unter anderem an Banken, Fonds-Gesellschaften, Unternehmen und Medien. Im Zuge der Finanzkrise haben Kreditinstitute und Investmenthäuser, eine der wichtigsten Kundengruppen, weltweit Hunderttausende Arbeitsplätze gestrichen. Dies wirkt sich auch negativ auf das Geschäft von Thomson Reuters sowie dessen Konkurrenten wie die amerikanische Agentur Bloomberg aus.

Gleichwohl hat auch dieser in der Sparte "Markets" zusammengefasste Geschäftsbereich im zweiten Quartal des Jahres - unterstützt durch eine konsequente Kostenkontrolle - positiv abgeschnitten. Das Management bezifferte den Umsatz hier auf 1,9 Mrd. Dollar. Dies habe einem organischen Wachstum von immerhin 0,2 Prozent entsprochen. Der operative Gewinn legte sogar um 16 Prozent zu. Die Konzernsäule "Professional", die Informationsdienste für die Bereiche Recht, Steuern, Wissenschaft und Gesundheit liefert, steigerte ihren Umsatz im Zeitraum April bis Juni um zwei Prozent auf 1,38 Mrd. Dollar.

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