Medien- und Telekomkonzern
Vivendi will PTC-Übernahme durch Telekom verhindern

Der französische Medien- und Telekomkonzern Vivendi will die Übernahme des größten polnischen Mobilfunk-Anbieters Polska Telefonia Cyfrowy (PTC) durch die Deutsche Telekom mit allen juristischen Mitteln verhindern.

dpa PARIS. Der von der Telekom erklärte Erwerb eines weiteren PTC-Anteils von 48 Prozent sei unwirksam, bekräftigte Vivendi am Mittwoch in Paris. Zuvor hatte die Telekom erklärt, sie werde als „Konsequenz des Erwerbs“ zum 15. September den PTC-Chef austauschen.

Die Telekom berufe sich auf den Schiedsgerichtshof in Wien, der dem deutschen Konzern eine Kaufoption für die bei der polnischen Firma Elektrim liegenden PTC-Anteile zugesprochen hatte. Vivendi erklärte jedoch, dem stünden polnische Gerichtsentscheide entgegen. So habe das Warschauer Berufungsgericht am 16. August 2006 seine Anerkennung des Schiedsurteils bis zu einem Urteil des Obersten Gerichtshofes suspendiert. Polnische Gerichtsentscheide stünden zudem derzeit einer Aktienübertragung entgegen. Die Telekom beherrscht bisher 49 Prozent von PTC und möchte den Mobilfunkanbieter möglichst komplett übernehmen. Die Telekom und Vivendi streiten bereits seit langem um die PTC-Mehrheit.

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