Medien
Vivendi hält spielend den Gewinn

Der weltgrößte Anbieter von Musik und Videospielen, Vivendi, erwartet trotz Wirtschaftskrise einen steigenden operativen Gewinn und erhöht die Dividende. Das lag vor allem an der erfolgreichen Spielesparte.

HB PARIS. Der Medien- und Telekomkonzern Vivendi will trotz der Wirtschaftskrise seinen operativen Gewinn 2009 kräftig steigern. Dazu beitragen sollen unter anderem ein deutlicher Zuwachs bei Videospielen sowie geringere Restrukturierungskosten. Ein Umsatzziel wollte Vivendi-Chef Jean-Bernard Levy am Montag in Paris jedoch nicht geben. Für 2008 will Vivendi eine Dividende von 1,40 Euro je Aktie zahlen - dies sind zehn Cent mehr als im Vorjahr. Auch für 2009 wollen die Franzosen an ihrer Dividendenpolitik festhalten: Die Hälfte des Nettogewinns soll an die Aktionäre gehen.

Mit seinen Sparten Telefon, Internet, Bezahlfernsehen und Online-Video-Spielen gehört Vivendi zu den meist defensiven Werten im Medienbereich, sagen Analysten. Daher sei das Unternehmen nur wenig vom düsteren Werbemarkt betroffen. Die Aktie verlor nach rund einer Handelsstunde in einem sehr schwachen Umfeld 1,48 Prozent auf 18,685 Euro.

Im vergangenen Jahr verdiente das im Euro-Stoxx 50 notierte Unternehmen unter dem Strich mit bereinigten 2,74 Mrd. Euro gut drei Prozent weniger als 2007. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Unternehmenswerte (EBITA) legte um fünf Prozent auf knapp fünf Mrd. Euro zu. Der Umsatz kletterte um 17 Prozent auf 25,39 Mrd. Euro. Dazu trugen vor allem Zukäufe wie der Festnetzbetreiber Neuf Cegetel und der Videospiele-Konzern Activision Blizzard bei.

Vivendi ist Weltmarktführer im Musikgeschäft mit der Universal Music Group und bei Videospielen mit Activision Blizzard. Der Konzern hat 43 000 Mitarbeiter in 77 Staaten und hält 20 Prozent am führenden US-amerikanischen Film- und TV-Anbieter NBC Universal. Zudem gehört der Mobilfunkbetreiber SFR zum französischen Konzern.

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