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Vivendi kauft sich bei Mediaset ein

Nach der Ankündigung von Vivendi, seine Beteiligung aufzustocken, steigt der Aktienkurs des italienischen Medienunternehmens um 23 Prozent. Analysten vermuten eine geplante Verschmelzung von Telekom Italia und Mediaset.
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Hauptquartier in der Nähe von Mailand: Der Einfluss von Vivendi auf den italienischen Medienkonzern nimmt zu. Quelle: Reuters
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Hauptquartier in der Nähe von Mailand: Der Einfluss von Vivendi auf den italienischen Medienkonzern nimmt zu.

(Foto: Reuters)

Paris/MailandDie französische Mediengruppe Vivendi schürt mit ihrer Beteiligung an der italienischen Mediaset die Gerüchte um eine Übernahme des von Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi beherrschten Konzerns. Vivendi habe inzwischen drei Prozent der Anteile an dem Medienunternehmen erworben, hieß es in einer am Dienstag verbreiteten Erklärung. Die Beteiligung solle „für den Anfang“ auf zehn bis 20 Prozent aufgestockt werden. Der Aktienkurs von Mediaset sprang daraufhin um 23 Prozent nach oben, während der von Vivendi um 0,4 Prozent nachgab.

Vivendi hat unter seinem Chef und größten Anteilseigner Vincent Bollore bereits schrittweise 24 Prozent an der Telecom Italia erworben. Einige Analysten gehen deshalb davon aus, dass der französische Konzern die beiden italienischen Unternehmen vereinen will. „Das sieht nach einer typischen Vorgehensweise von Vincent Bollore aus: Einen kleinen Anteil erwerben, diesen aufstocken und dann versuchen, die Richtung des Unternehmens zu beeinflussen“, erklärten Analysten des Finanzhauses Liberum.

Berlusconis Holding Fininvest beschuldigte Vivendi, den Aktienkurs von Mediaset durch einen feindlichen Übernahmeversuch zum Schnäppchenpreis zu drücken. Fininvest hält 34,7 Prozent an dem Unternehmen. Mediaset und Vivendi liegen seit Monaten im Streit.

Im Juli hatten die Franzosen eine verbindliche Vereinbarung zur Komplettübernahme der Mediaset-Sparte „Premium“ aufgekündigt. Teil des Deals war außerdem eine Überkreuz-Beteiligung von jeweils 3,5 Prozent. Vivendi wollte stattdessen nur noch 20 Prozent des italienischen Pay-TV-Senders übernehmen und über eine Wandelanleihe mit 15 Prozent bei dessen Mutter Mediaset einsteigen.

  • rtr
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