Medienbericht
Emi-Verkauf gerät ins Wanken

Turbulenzen an den Finanzmärkten könnten womöglich den geplanten Verkauf des Musikkonzerns EMI vereiteln. Sollten die Interessenten nicht nachlegen, könnte der Eigner Citigroup die Auktion abblasen.
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LondonDie Finanzmarktturbulenzen könnten laut Presseberichten den geplanten Verkauf des Musikkonzerns EMI vereiteln. Der Eigner Citigroup könnte die Auktion abblasen, sollten die Interessenten nicht nachlegen, berichteten „Financial Times“ und „Financial Times Deutschland“ am Montag mit Verweis auf das Umfeld der Transaktion. Die Gebote der zweiten Bieterrunde liegen nach Angaben von Beteiligten am unteren Ende der erwarteten Spanne von 3 bis 4 Milliarden US-Dollar. Höhere Gebote seien wegen erschwerter Konditionen an den Kreditmärkten nicht zu finanzieren.

Binnen zwei Wochen wolle die Bank entscheiden, ob sie EMI als Ganzes verkauft, den Konzern in zwei Teile spaltet oder den Verkauf zunächst auf Eis legt, heißt es in den Berichten weiter. Ein Berater eines der Interessenten wertete die Drohung, den Verkauf abzusagen, als Bluff. Die meisten Bieter sagten, sie wären überrascht, sollte die Bank das Medienunternehmen behalten, obwohl sie es loswerden könne. Offiziell wollte sich keiner der Beteiligten den Zeitungen gegenüber äußern.

EMI fiel der Citigroup im Februar nach Zahlungsschwierigkeiten des früheren Eigners, der Beteiligungsgesellschaft Terra Firma, in die Hände. Als Kronjuwel des traditionsreichen britischen Konzerns gilt die Musik der Beatles. Zudem hat EMI Stars wie Coldplay, Katy Perry, Robbie Williams oder Herbert Grönemeyer unter Vertrag.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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