Medienbericht
Facebook-Strategien für den Börsengang

Facebook bereitet den Gang an die Börse im Frühjahr vor. Das könnte der größte Börsengang der IT-Branche werden. In einem Medienbericht gewährt Firmen-Chef Zuckerberg Einblick in die Geschäftsstrategie.
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New York Das weltweit größte und erfolgreichste soziale Netzwerk Facebook bereitet den Börsengang im Frühjahr vor, ein Schritt der etliche Rekorde brechen könnte. Das „Wall Street Journal“ veröffentlicht jetzt Auszüge von Interviews mit Firmen-Chef Zuckerberg und Sheryl Sandberg, dem Organisationsvorstand (COO). Sandberg arbeitete zuvor bei Google.

Der Börsengang könnte Rekorde brechen. Er könnte etwa der größte Börsengang einer Internet-Firma oder gar der bislang größte Börsengang der IT-Branche werden. Zehn Milliarden Dollar will Facebook angeblich für etwa zehn Prozent der Unternehmensanteile einnehmen. Facebook wäre damit insgesamt 100 Milliarden Dollar wert – mehr als die deutschen Konzerne BMW, Allianz und Adidas zusammen.

Der Marktforscher E-Marketer beziffert den Umsatz bei FaceBook für 2011 auf 3,8 Milliarden Dollar, eine Zahl, die in diesem Jahr auf fast 6 Milliarden ansteigen soll.

Viel Druck lastet auf Zuckerberg, der die Firma 2004 im Studentenwohnheim an der Harvard-Universität gründete. Seine bisherigen Geldgeber drängen darauf, endlich eine Rendite auf ihre Investments zu bekommen.

Die Frage, ob die Facebook-Gemeinde nicht schon bald zu Konkurrenten wie Google+ abwandert, ist nur ein Unsicherheitsfaktor für den geplanten Börsengang. Die Erwartungen an das Unternehmen sind mittlerweile ins Unermessliche gewachsen – und damit das Risiko, sie zu verfehlen.

Dem „Wall Street Journal” sagte Zuckerberg, er habe Facebook eingangs nicht als Unternehmen sondern als Produkt gebaut. Mit der Zeit stellte er fest, die Expansion des Teams sei eine gute Möglichkeit viele Leute einzubinden, die das gleiche Ziel verfolgen.

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  • Ja, das ist ein blanker Witz. Jedenfalls, wenn es keine vorsätzliche Irreführung ist.

    Man beachte auch die Schizophrenie, mit der Menschen diesen Dienst nutzen, während er gleichzeitig seinen Investoren erklärt, wie er es erreichen wird, mit seinen Nutzern endlich Geld zu verdienen.

    Jeder, der halbwegs bei Verstand ist, kann sich ausmalen, was das für ihn als Nutzer des Dienstes bedeutet.

  • Hier entsteht sehenden Auges die nächste Internetblase. Selbst wenn FB tatsächlich US$ 3 Mrd. in 2011 an Umsätzen realisiert haben sollte und man zudem mit viel Phantasie, Naivität und Optimismus an 100% Umsatzwachstum in 2012 Glauben würde, ist es mir völlig Realitätsfremd, wie es zu einer Bewertung von rund US$ 100 Mrd. kommen könnte. Niemand hat Einsicht in die Gewinnsituation des Unternehmens und wie sich diese entwickeln wird. Ein Umsatz-Multiple von 16,6 (immer unter der Annahme US$ 100 Mrd.) ist doch ein blanker Witz! Viel Spaß beim Geldverbrennen!

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